Die Pragmatik
Die Pragmatik befasst sich mit den Beziehungen zwischen den sprachlichen Ausdrücken, das heißt die Aussage, und den situativen Kontexten, wo die Aussage sich stellt. Es gibt einige Faktoren, um eine kommunikative Situation (einen situativen Kontext) zu schaffen, und diese sind:
- Die Teilnehmer der Kommunikation (der Sprecher und der/die Hörer)
- Koordinaten des Raums und der Zeit der Kommunikation
- Wahrnehmungsraum
- Die Vorkenntnisse der Teilnehmer
- Die Beziehung zwischen den Teilnehmern
- Der Vorsatz des Sprechers
Die Teilnehmer der Kommunikation
Der Sprecher ist oft bestimmend für den Wert einer gegebenen Aussage. Der gleiche Satz kann unterschiedlich ausgelegt werden, je nach dem Alter, dem Geschlecht, der Stimmung usw. des Sprechers. Der Hörer hat auch eine große Bedeutung. Es gibt den Empfänger und den Zuschauer. Der Empfänger ist die Person, an die die Aussage berichtet. Der Zuschauer ist die Person, die nur die Kommunikation zusieht.
Koordinaten des Raums und der Zeit
Die Kommunikation und die Deutung ändern sich nach der Zeit und dem Ort der Aussage. Aber nicht immer passen Zeit und Ort der Aussage mit der Zeit und dem Ort des Empfangs. Das geschieht nur während einer direkten Kommunikation. In allen anderen Fällen gibt es eine Verzögerung von Raum und Zeit (z. B. Brief, SMS, E-Mail, usw.).
Wahrnehmungsraum
Der Wahrnehmungsraum wird wichtig, wenn die Perspektiven der Teilnehmer nicht passen.
Die Vorkenntnisse der Teilnehmer
Die Vorkenntnisse des Sprechers und des Hörers sind ein wichtiges Element in der kommunikativen Situation. In der Tat kann der Sprecher nur als bekannt voraussetzen, was auch der Hörer schon kennt.
Die Beziehung zwischen Sprecher und Hörer
Die Beziehung zwischen Sprecher und Hörer kann auf zwei Ebenen dargestellt sein:
- Eine permanente Ebene, die von ihren sozialen Rollen der Teilnehmer in der Kommunikation bestimmt wird. Die Rollen können paritätisch sein (z. B. zwei Freunde, zwei Kollegen), oder sie können asymmetrisch sein (wie z. B. Mutter/Kind, Lehrer/Schüler, usw.).
- Eine zeitweilige Ebene, die auf früheren Gesprächen basiert. Eine Aussage ist fast immer zu einem vorherigen sprachlichen Kontext verbunden.
Der Vorsatz des Sprechers
Der Vorsatz des Sprechers ist schließlich ein wichtiges Element, um die reine Interpretation der Aussage zu verstehen. Die Ziele des Sprechers können mehrfach sein: z. B. den Hörer überzeugen, beleidigen, helfen, amüsieren. Selbstverständlich passt der Vorsatz nicht immer mit der Reaktion des Hörers.
Die Sprechakte: Merkmale und Art
Die Sprechakttheorie basiert sich auf den Studien von John L. Austin und John R. Searle. Sie beginnt mit der Voraussetzung, dass das Sprechen eine Aktion ist, die von dem Vorsatz des Sprechers entsteht. In gewissem Sinne ist Sprechen Handeln. In der Tat hat das Sprechen gemeinsame Merkmale mit anderen konkreten Aktionen. Also ist es ein absichtlicher Akt, der eine Veränderung produziert.
Es gibt mehrfache Sprechakte: die Aufforderung, die Zusage, die Drohung, die Genehmigung, eine Entschuldigung. Der Hörer kann die Sprechakte durch den Sprechzeiger erkennen. Die wesentlichen Sprechzeiger sind:
- Performative Verben
- Die Art des Satzes
- Modalverben
- Besondere Verben
- Modalpartikel
- Außersprachliche Elemente (wie z. B. die Intonation, der Lautstärke der Stimme, die Mimik, usw.)
Performative Verben
Die performative Verben klären den laufenden Sprechakt, wie z. B. das Versprechen oder Erlauben. Ein Verb zeigt die Zusage oder das Verb zeigt die Genehmigung.
Art des Satzes
Auch die Art des Satzes kann ein Sprechzeiger sein. Zum Beispiel zeigt ein Deklarativsatz eine Behauptung; ein Fragesatz zeigt eine Informationsfrage; ein imperativer Satz zeigt eine Aufforderung und ein Wunschsatz zeigt einen Wunsch. Aber nicht immer passt die Art des Satzes mit den Sprachakten.
Modalverben
Auch die Modalverben können die Sprechakte anzeigen. Zum Beispiel dürfen zeigt die Genehmigung und müssen zeigt die Aufforderung.
Adverbien und Verben
Eine wichtige Rolle spielen die Adverbien und Verben, die eine emotionale Beteiligung ausdrücken, wie z.B. hoffentlich oder hoffen.
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