Das Studium des Deutschen als Fremdsprache an italienischen Universitäten und Schulen
Einführung
Ferdinand de Saussure definiert die Sprache, das Kommunikationsmittel der Leute, als ein System von Zeichen, die Ideen ausdrücken können. Die Sprache wird immer seit der Geburt gelernt und diese Sprache ist die Muttersprache. Sie stellt die forma mentis der Leuten dar. Die Muttersprache ist die Sprache, die ein Mensch als Kind (von den Eltern und das primär im Sprachgebrauch) erlernt hat. Das bedeutet, dass ein Deutscher beispielsweise die Artikelsdeklination weiß, oder auch dass das Subjekt in einem Nebensatz am Anfang und das Verb am Ende des Satzes gestellt ist. Das heißt, eine Fremdsprache ist eine Sprache, die sich jemand nur durch bewusstes Lernen aneignet; eine Sprache, die nicht die Muttersprache von jemandem ist.
Das Studium der Fremdsprachen wird heutzutage ein wichtiges Mittel, weil jedes Lebewesen eine eigene Art zu kommunizieren hat. Die Grammatik ist das Fundament jeder Sprachwissenschaft und im Laufe der Jahre haben die Grammatikstudien radikale Veränderungen erfahren, weil das grammatikalische Feld heute als Spezialisierungsfeld geworden ist.
In den letzten Jahren spielte das Studium des Deutschen als Fremdsprache an italienischen Universitäten und Schulen eine sehr wichtige Rolle, obwohl die deutsche Sprache in Italien den Ruf hat, eine schwierige Sprache zu sein. Obwohl die Voraussetzung für den Besuch der Deutschkurse ein A1-Niveau des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen vorsieht, steigt immer mehr die Zahl der Studenten, die sich im Deutschkurs einschreiben.
Lehrangebot und Studiengänge
Das Lehrangebot in Fakultäten für Bildungswissenschaften kann ebenfalls einzelne fremdsprachenzentrierte Studiengänge umfassen. In den meisten sprachenzentrierten Fakultäten sind Sprachen, Literatur und Kultur im Studium eng miteinander verbunden. Die meisten Curricula sehen schriftliche und mündliche Kenntnisse von mindestens zwei europäischen Sprachen außer der italienischen Sprache vor.
Die Unterscheidung des Fremdsprachenunterrichts in sprachenzentrierten und nicht sprachenzentrierten Fakultäten oder Studiengängen kann, vereinfacht ausgedrückt, mit „einer Sprache studieren“ und „einer Sprache lernen“ umschrieben werden. Eine Sprache „studieren“ bedeutet nicht nur, diese zu lernen, sondern ihre synchronischen und diachronischen Strukturen zu kennen, zu verstehen und ebenfalls mit den literarischen und kulturellen Phänomenen im entsprechenden Kulturraum gut vertraut zu sein.
In nicht sprachenzentrierten Fakultäten soll hauptsächlich die sprachliche Kommunikations- und Handlungskompetenz der Fachsprache und der Alltagssprache gefördert werden.
Ein Student entscheidet sich, Deutsch zu lernen, weil er beispielsweise nach...
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