XIII lezione – 21/11/2016
Es gab in der Geschichte der deutschen Sprache einige Besonderheiten, die in bestimmten räumlichen Eingrenzungen definiert werden können, man kann eben geographisch die linguistischen Phänomene teilen. In einer älteren Stufe der deutschen Sprache, gab es vier Isoglossen: Nord-West, Nordseegermanische, Althochdeutsche, Altsächsische Isoglosse. Es gab auch eine fünfte Isoglosse, die Angelsächsische, aber es war für die heutige deutsche Sprache nicht wichtig.
Die kleinste ist die Nordseegermanische Isoglosse und die größte ist die Nord-West Isoglosse. Die Altsächsische Isoglosse kann man heute mit der Niederdeutschen verbinden und die Althochdeutsche Isoglosse ist die Isoglosse, wo die Phänomene gefunden worden sind, die heute wirklich wichtig für die deutsche Sprache sind.
Bedeutung der Isoglossen
Diese vier Isoglossen sind im Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen wichtig gewesen, aber im Laufe der Zeit sind sie etwas Anderes geworden. Es ist so, weil diese Situation anders geworden, die linguistischen Merkmale sind da bis heute noch geblieben, die soziale Situation ist anders geworden und die deutsche Sprache hat sich weiterentwickelt. Am Anfang gab es eine Standardsprache, die man früher nicht hatte und auf einmal hat man die deutsche Sprache, die am Anfang nur eine Sprache der Schrift wurde. In der frühhochdeutschen Zeit hat man eine Mischung von Dialekten benutzt. Die Standardsprache dennoch ist langsamer akzeptiert worden, weil die Leute noch für viele Jahre Dialekte gesprochen haben. Nur im Laufe des 19. Jahrhunderts und teilweise auch im 20. Jahrhundert ist Deutsch wirklich die heutige Sprache geworden, eine richtig normierte Standardsprache, die überall verständlich war. Diese Situation ist eigentlich geblieben, sie sieht aber anders aus einer sozialen Perspektive aus (wegen des Einflusses der Standardsprache).
Dialekte und Isoglossen
Die vier Isoglossen in der Vergangenheit sind mit den heutigen Dialekten zu verbinden, weil die Dialekte aus diesen Isoglossen kommen.
- Nord-West Isoglosse → Westniederdeutsch, Westmitteldeutsch, Ostfränkisch
- Nordseegermanische Isoglosse → Nordfriesisch
- Althochdeutsche Isoglosse → Alemannisch, Bairisch
- Altsächsische Isoglosse → Niederdeutsch
Definition der Isoglosse
Die Isoglosse ist eine Linie, die auf eine Karte gezeichnet werden kann, und sie sagt, dass in einem Bereich dasselbe aus einer sprachlichen Perspektive passiert (die gleiche Sprache). Das sagt auch, dass man eine geographische Grenze aufbauen kann, die auch linguistische Bedeutung hat, weil verschiedene Orte geographisch gesehen mit verschiedenen Phänomenen verbunden sind.
Die geographische Bezeichnung der linguistischen Phänomene definiert man als diatopische Variation, das heißt, sie ist mit den sprachlichen Besonderheiten in verschiedenen geographischen Bereichen beschäftigt ist, in verschiedenen Orten hat man verschiedene Sprachen. In Deutschland, Österreich und in der Schweiz ist es ganz wichtig die diatopische Variation zu betrachten, weil die Standardsprache eigentlich nur in einigen Kontexten existiert.
Regionale Sprachunterschiede
Es gibt auch viele Wörter, die in Deutschland ganz anders aussehen oder ganz anders ausgesprochen werden (Brot: Kanten in Berlin, Knust in Hamburg, Scherz in München; Wurst: Wurst / Worst im Norden, Wurscht, Worscht und Wuesch im Süden).
Die Sprache und der Dialekt haben di...