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Riassunto teoria e Kurzgeschichte

Nayhauss

  • Die Theorie der Kurzgeschichte wurde von Literaturwissenschaftler Hans-Christoph Graf von Nayhauss geschrieben.
  • Sie wurde im 2004 veröffentlicht.
  • Er erklärt einen der wichtigsten Aspekte der Kurzgeschichte: es gibt keine allgemeingültige Definition, sondern nur Merkmale.
  • Merkmale: (die Merkmalekombinationen sind verschieden von Text zu Text, einige können auch fehlen)
    • Kürze: kurz, nicht mehr als 2/3 Seite lang.
    • Punktualisierung: die erzählte Zeit wird auf einen kleinen Ausschnitt, auf ein Bild, auf eine Situation komprimiert.
    • Simultaneität: Man kann durch den Wechsel der Erzählperspektive, die inneren Monologe und die Szene erleben.
    • Offenheit: Keine Einleitung (beginnt in Medias Res), die Kurzgeschichte beginnt sofort und es gibt kein Ende → mehr Freiheit für die Leser.
    • Alltäglichkeit: Die Kurzgeschichte erzählt modernes Alltagsleben und die Hauptfigur ist ein mittelmäßiger Mann. Die Sprache ist leicht und unprätentiös.
    • Mehrdeutigkeit: Aspekte, die unbedeutend scheinen, können wichtige Bedeutungen haben → man muss zwischen den Zeilen lesen.
    • Wenige Figuren/keine ausführliche Vorstellung der Figuren.

Die zwei wichtigsten Aspekte der Kurzgeschichte sind Dichte, komprimierte Erzählweise, und Offenheit, alles ist andeutend geschrieben. Sie motivieren die Leser zu denken und sich Fragen zu stellen. Die Leser können mit den Figuren oder mit dem Autor sich identifizieren oder von ihnen distanzieren. Der Text ist ein Kommunikationsmittel zwischen Autor und Leser.

  • Leitfragen (domande fondamentali) um den Text besser zu verstehen:
    • Wer schreibt was an wen?
    • Mit welcher Absicht/Intention?
    • Mit welchen Mitteln?
    • Mit welcher Wirkung (Effekt)?

Wie kann man Kurzgeschichten beim Unterricht benutzen? Laut Nayhauss (secondo lui):

  • Der Vergleich von verschiedenen Texten ist wichtig → man kann Probleme von verschiedenen Perspektiven sehen.
  • Nicht nur an Leitgedanken sich halten, sondern verschiedene Interpretationen verstehen durch Textanalyse.

Krise der deutschen Kurzgeschichten → seit Mitte der sechziger Jahre hat sich die Produktion deutscher Kurzgeschichten verringert aufgrund von zwei Gründen:

  • Die Krise des Erzählens.
  • Zwei neue Tendenzen in den jüngsten Texten: 1) Verrätselung 2) experimentelle Prosa.

Die deutschsprachige Kurzgeschichte, Anne-Rose Meyer

  • Gattungsmerkmale:
    • Einfache Umgangssprache.
    • Kurzgeschichten werden durch das Prinzip der Reduktion, Verdichtung & Begrenzung erkannt. Die drei Worte haben die gleiche Bedeutung. Wiederholungen von Figuren, Aktionen, Szenen, Gedanken. Der Erzählstil ist sehr knapp gehalten, alles wird auf das Wesentliche verdichtet. Kurze knappe Sprache → Parataxe.
    • Eisberg-Metapher, wurde erstmals in den 1930ern von Ernest Hemingway als Beschreibung seines literarischen Stils bekannt → man kann nur die Spitze des Eisbergs sehen.
    • Der Erzähler ist allwissend.

Gestaltung (Struttura) der Kurzgeschichte von Anfang und Schluss:

  • Keine Einleitung.
  • Der Einstieg ist in Medias Res.
  • Der Anfang kann betont und auch unbetont sein.
  • Der Schluss ist offen, Probleme und Konflikte haben keine Lösung.

Die Kurzgeschichte ist eine Kleinform, wie:

  • Anekdoten → zum Schluss findet man eine Auflösung und ein lustiges Ende. Manchmal sind sie auf historischen Tatsachen basiert.
  • Witze → man stellt politische Figuren im Himmel oder in der Hölle dar.
  • Kalendergeschichten → sie scheinen einfach, aber sie weißen eine raffinierte Erzähltechnik. Der Zweck ist den Leser zu belehren.
  • Skizzen → in Skizzen kann man Überlegungen und Stimmungen finden.
  • Erzählungen → die Handlung ist oft einfacher als in der Kurzgeschichte. Konflikte und Spannungen werden am Ende gelöst.
  • Romane → Die Handlung ist nicht mehr linear. Das Geschehen wird durch Kapitel oder Episoden erzählt und auf ein Geschehen gibt es mehrere Perspektiven. Es gibt genug Raum für die Darstellung von Figuren und Orte.

Kritik und Waffe zur Problematik der Kurzgeschichte, Wolfdietrich Schnurre

  • In 1961 geschrieben.
  • Der Autor spricht über seine Ansichten zur Beschaffenheit und Wirkung der Kurzgeschichte.
  • Ein “Nekrolog auf die Kurzgeschichte”

Was ist eine Kurzgeschichte? Für Schnurre ist die Kurzgeschichte “ein Stück herausgerissenes Leben”, beider das gesellschaftliche Leben (soziale und politische Verhältnisse in den USA und auch in Deutschland) und das alltägliche Leben.

  • Was soll in einer Kurzgeschichte nicht fehlen?
    • Durchschnittmenschen (innerlich verwundete Kriegshelden, Kinder, Geisterkranke, Tramps).
    • Bedeutung des Realitätsbezuges als Hauptmerkmal der Kurzgeschichte.
  • Wie soll eine Kurzgeschichte sein?
    • Darf keine dichterischen/Visionären Ambitionen haben.
    • Ist von der Gesellschaft empört.
    • Lädt seine Leser zum Nachdenken ein.
    • Zeigt die persönlichen Betroffenheit der Autoren der Gruppe 47.
  • Wie soll die Sprache einer Kurzgeschichte sein?
    • Einfach, unprätentiös, niemals banal.
    • Sieht wie Alltagssprache aus.
    • Keine Einleitung und auch kein Schluss.

Die Blütezeit der deutschen Kurzgeschichte: Die Kurzgeschichte hat den größten Erfolg in den USA; die deutschen Autoren tendieren zur Erzählung, aber auch in Deutschland gab es eine “Blüte der Kurzgeschichte” (1945) → plötzliche Bekanntschaft mit der amerikanischen Short Story → Erlebnisse aus dem Krieg; Themen: Schuld, Anklage, Verzweiflung.

Die Kurzgeschichte in Deutschland, Klaus Doderer

Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Gattungen:

  • Kurzgeschichte: Nicht historisch; Schicksal kann das tragende Motiv sein → öffnet ein Problemkreis nur auf → Erzählt ein Schicksalsschlag und verarbeitet dieses in einer festen Form.
  • Andere literarische Gattungen:
    • Anekdote: Historische Ereignisse; muss Helden haben.
    • Novelle: Schließt ein Problemkreis.
    • Skizze: Erzählt nur eine Stimmung.
    • Erzählung: Addiert ohne feste Gesetzmäßigkeiten Ereignisse.

Kurzgeschichte Definition: Eine Kurzgeschichte ist kurz (nur wenige Seiten Umfang), sie beginnt und endet abrupt und ohne Erklärungen. Das alltägliche Leben der Hauptfigur wird plötzlich durch ein besonderes Ereignis unterbrochen. Die Sprache ist nüchtern, alltäglich und knapp.

Wanderer, kommst du nach Spa..., Heinrich Böll

  • Kurze Biografie:
    • Er war in Köln 1917 geboren.
    • Er war Hochschulelehrer in Bonn.
    • 1939-1945 → Kriegsdienst.
    • 1971-1974 → Präsident des PEN Zentrum Deutschlands (Poets, Essayists, Novelists).
    • 1972 → erhielt den Nobelpreis.
    • Starb in Kreuzau in 1985.
    • Er war ein Mitglied der Gruppe 47, die ein Forum für literarische und gesellschaftliche Diskussionen war. Die wichtigsten Themen waren: die Gesellschaft und die Politik (Andere Mitglieder: Ilse Aichinger, Günther Eich,...).
    • Trümmerliteratur: Erzählt die Nachkriegszeit. Die Themen sind Leid und Kriegserfahrungen. Die literarischen Werke sind mit einem einfachen Stil geschrieben, ohne Sentimentalität.
  • Zusammenfassung der Kurzgeschichte (1950 veröffentlicht):
    • Die Kurzgeschichte “Wanderer, kommst du nach Spa...” erzählt die Geschichte eines schwerverwundeten Soldaten im Zweiten Weltkrieg.
    • Am Anfang befindet sich der Ich-Erzähler in einem Wagen und wird durch eine brennende Stadt transportiert. Er wird in den Zeichensaal einer Schule getragen, die als Lazarett benutzt wird. Die Zimmer, die Flure, die Farbe der Wände und die Bilder werden im Detail beschrieben. Der Protagonist erkennt alles wieder, aber er schiebt diese Wiedererkennung auf sein Fieber und seine Schmerzen.
    • Im Zeichensaal, wo er auf den Arzt warten muss, fragt er einen Kameraden, wo sie sich befinden, und erfährt, dass er in seiner Heimatstadt Bendorf ist. Obwohl er diese neue Information hat, kapiert er noch nicht, dass das Gebäude seine alte Schule ist.
    • An einer Tafel sieht er einen großen Satz geschrieben: “Wanderer, kommst du nach Spa...”. Er erkennt seine Handschrift und erinnert sich, als sein Zeichenlehrer ihn für die Größe der Buchstaben ausgeschimpft hat. Plötzlich versteht er, wo er sich befindet, und wird sich auch über seine eigene Situation klar: er hat keine Arme mehr und nur noch ein Bein.
    • Der Feuerwehrmann, der ihn zum Arzt transportiert hat, ist sein alter Hausmeister, bei dem er in den Pausen Milch getrunken hat, und die Erzählung endet mit dieser Erkenntnis und mit dem Satz: “Milch”, sagte ich leise...
  • Deutung der Geschichte:
    • Der Titel “Wanderer, kommst du nach Spa...” ist der Anfang eines Gedichtes von Simonides von Keos, das F. Schiller übersetzt hat. Es beginnt mit dem Satz: “Wanderer, kommst du nach Sparta, verkünde dorten, du habest uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl”. Das Gedicht erzählt die Verteidigung der Thermopylen gegen die Perser, als die Spartaner bis auf den letzten Mann kämpften. Die Schüler haben das Gedicht in der Schule gelernt, um sich auf den Tod für ihre Heimat vorzubereiten. Der Tod fürs Vaterland ist nicht süß und ehrenvoll, sondern dreckig und unmenschlich. Die Geschichte ist eine der stärksten Anti-Kriegs-Erzählungen, weil sie die Grausamkeit des Krieges zeigt.
    • Der Text ist auch eine Kritik an der Schule: das Schulgebäude ist zu einem Totenhaus geworden, vielleicht ist es eine Metapher, um die Rolle der Schulerziehung zu erklären. Der Spruch an der Tafel wird nicht kritisiert. Der Zeichenlehrer hat den Protagonisten für seine Handschrift ausgeschimpft: Was ist wichtiger? Der Inhalt eines Gedichtes oder eine schöne Handschrift? Die Schule sieht wie ein Museum aus, mit Kunstwerken und Gipskopien von toten Denkern. Aber es gibt keine Menschlichkeit, alles ist grotesk und teilnahmslos.
    • Er beginnt mit einer positiven Beschreibung der Schule: die Medea von Feuerbach, die wunderbare Fotografie des Dornenziehers; danach sind kritische Töne einer „objektiven“ ironischen... (der Text bricht hier ab).
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Scienze antichità, filologico-letterarie e storico-artistiche L-LIN/13 Letteratura tedesca

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