Tourist und Fischer (Heinrich Böll)
Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral
In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann. Er döst auf seinem Fischerboot. In der Nähe gibt es einen schick angezogenen Tourist, der die umliegende Natur fotografiert.
Die dauernden Auslöser des Fotoapparats wecken den dösenden Fischer. Der Tourist bietet dem Fischer eine Zigarette an, aber eine gereizte Verlegenheit entsteht. So versucht der Tourist, durch ein Gespräch die Verlegenheit zu überbrücken.
In diesem Gespräch macht der Tourist dem Fischer verschiedene Fragen: der Fischer ist sehr beruhigt, während der Tourist betrübt und nervös ist. Der Urlauber versteht nicht, warum der Fischer nicht mit seinem Boot ausfährt. In der Tat könnte er einen besseren Fang machen, der ihm viele Dinge (einen Motor, einen Kutter, ein Kühlhaus, eine Räucherei usw.) erlauben würde und dann beruhigt im Hafen sitzen könnte.
Der Fischer antwortet dem Tourist, dass er das schon jetzt tut und ihm nur das Klicken der Kamera gestört hat. So zieht der Tourist nachdenklich von dannen, indem er ein wenig Neid empfindet.
Textanalyse
- Fischers Meinung nach ist, dass der Tourist nicht sympathisch ist, weil er zu aufdringlich ist und viele Fragen stellt.
- Der Tourist hat Schwierigkeiten, mit dem Fischer zu kommunizieren, weil der Fischer reserviert, diskret ist und keine Lust hat, mit dem Tourist zu sprechen.
- In dieser Geschichte wird die Lebensform des Fischers kritisiert, weil für ihn alles einfach ist und er von Tag zu Tag lebt.
Der hellgraue Frühjahrsmantel (Wolfgang Hildesheimer)
Zusammenfassung
Paul Holle bekam einen Brief von seinem Vetter Eduard, der vor 12 Jahren das Haus verlassen hatte. Eduard bat ihn, seinen hellgrauen Frühjahrsmantel nachzuschicken. Außerdem sagte Eduard ihm, in der linken Tasche des Mantels sei ein „Taschenbuch für Pilzsammler“, das er herausnehmen und behalten könne. Später kam der Klavierstimmer, Kolhaas. Während Kolhaas Akkorde schlug, fand Paul den hellgrauen Mantel in der Garderobe. Er glaubte, dass seine Frau ihn vom Speicher geholt hatte. So packte er den Mantel ein und schickte das Paket ab. Erst dann fiel ihm ein, dass er vergessen hatte, das Pilzbuch herauszunehmen.
Als er nach Hause kam, irrten der Klavierstimmer und seine Frau in der Wohnung: sie suchten den Kolhaas Mantel!
Paul sagte ihm, er habe seinen Mantel soeben nach Australien geschickt. So ging Paul auf den Speicher, um den hellgrauen Mantel zu nehmen. Nachdem seine Frau den zerknitterten Mantel gebügelt hatte, gab Paul dem Klavierstimmer den Mantel.
Wenige Tage später erhielt Herr Holle ein Paket, das Pilze und zwei Briefe enthielt. Kolhaas hatte ein „Taschenbuch für Pilzsammler“ in einer Tasche des Mantels gefunden und so schickte er sowohl als Dank das Resultat seiner ersten Pilzsuche als auch einen Brief, den er auch in der anderen Tasche gefunden hatte. Dieser Brief enthielt eine Theaterkarte. Er war ein Brief von Eduard, gerichtet an Herr Bernard Haase.
Paul und seine Frau aßen die Pilze. Am nächsten Tag kam wieder ein Brief von Eduard mit der Bitte, ihm eine Tenorblockflöte zu schicken, weil Eduard ein Buch zur Erlernung des Blockflötenspiels in dem Kolhaas’ Mantel gefunden hatte und Blockflöten waren nicht in Australien erhältlich. Paul berichtete seiner Frau den gesamten Inhalt des Briefs und sie sagte, Eduard solle doch ein anderes Instrument spielen. In jenem Moment meinte Paul, dass seine Frau immer von erfrischender, entwaffnender Sachlichkeit ist und, dass ihre Repliken zwar nüchtern, aber erschöpfend sind.
Textanalyse
- Eduards erster Brief ist seltsam, weil er seit 12 Jahren nicht von sich hören ließ.
- Ich glaube, dass Kolhaas an Herrn Holle für Ehrlichkeit und Korrektheit schreibt.
- Das Verhältnis zwischen dem Erzähler und seiner Frau ist schön. Es gibt Dialog und Ehrlichkeit.
- Ein anderer Titel für die Geschichte könnte sein: „Der geheimnisvolle Vetter“.
Die Flaschenpost (Bertolt Brecht)
Zusammenfassung
Die Erzählerin dieser Geschichte ist ein Mädchen, das 24 Jahre alt ist. Dieses Mädchen ist melancholisch und erzählt ihre Geschichte: Mit 20 Jahren lernte sie einen Mann kennen; ihre Vereinigung hing nur noch von der Einwilligung ihrer Eltern ab; Am Abend der Entscheidung erzählte er ihr, er wolle vor ihrer Vereinigung eine mehrjährige Reise in den Tropen unternehmen und das Mädchen drängte sich nicht ihm auf.
Am anderen Tag sagte er, dass seine Reise ihn länger festhalten als gedacht würde. Er gab ihr einen Brief und sie nahm ihn, und sie versprach ihm, den nicht vor 3 Jahren zu öffnen. Nach wenigen Tagen verließ er abschiedslos die Stadt, sie sahen sich nicht wieder.
Drei Jahre lang hielt sie den Brief von sich fern und öffnete ihn nach 3 Jahren und fand ein leeres Blatt. Sie war sehr unglücklich, so wurde sie sehr beunruhigt, in der Tat beruhigte sie sich eine Zeit lang, schlechte Gedanken: dass das Schiff an der chilenischen Küste unterging, dass er in einer Flasche dem Meer Aufzeichnungen über ihre letzten Stunden gab und, dass Wasser und Gischt die Schreiber vertan haben, aber diese Gedanken befriedigten sie nicht auf die Dauer. Sie wartet.
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Dieci autori tedeschi
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Dieci Tesi
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Dieci grammi di ossigeno
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Riassunto esame Storia medievale, prof. Provero, libro consigliato Dieci secoli di Medioevo, Sergi