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Konrad Adenauer wurde 1876 als Sohn des Sekretärs am Appellationsgericht (heute Oberlandesgericht Köln) und späteren Kanzleirats* Johann Konrad Adenauer (1833–1906) und seiner Ehefrau Helene geboren. Nach seinem Jurastudium widmete er sich seiner politischen Karriere. 1917 wurde er einstimmig zum Oberbürgermeister von Köln gewählt. 1933 entliessen ihn die Nationalsozialisten unter dem Vorwand der „politischen Unzuverlässigkeit“. Die Gestapo verhaftete ihn 1934. Nach seiner Entlassung verbarg er sich im Kloster Maria Laach. Nach dem gescheiterten Aufstand gegen Hitler am 20. Juli 1944 wurde Adenauer am 22. August zum zweiten mal verhaftet und in das KZ Brauweiler gebracht. Konkrete Verdächtigungen gegen ihn lagen keine vor. Nach seiner Entlassung und dem Kriegsende widmete sich Konrad Adenauer wieder seiner politischen Karriere und trat der CDU bei. Im September 1949 wurde er zum Bundeskanzler gewählt, ein Amt, das er bis zu seinem Rücktritt 1963 inne hatte. Die langfristigen Ergebnisse in seiner Amtszeit waren u.a. die Versöhnung mit den Juden und die Aussöhnung mit Frankreich, die schließlich im Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag mündete. Bei seinem Russlandbesuch 1955 erwirkte er die Freilassung von 10 000 Kriegsgefangenen. 1957 setzte er die Umstellung der gesetzlichen Rentenversicherung auf eine Umlagefinanzierung durch. Dadurch wurde es möglich, die Renten einmalig erheblich anzuheben und sie fortan jedes Jahr proportional zur Entwicklung der Bruttolöhne zu erhöhen. Dadurch verschwand die früher alltägliche Altersarmut als Folge steigender Verbraucherpreise. 1961 traf er sich mit Kennedy in New York.In Cadenabbia am Comer See, wo er in den letzten zehn Jahren seines Lebens regelmäßig seinen Urlaub verbrachte, lernte Konrad Adenauer das Boccia-Spiel kennen, das ihn so sehr faszinierte, dass er sich in seinem Garten in Rhöndorf sowie im Park des Palais Schaumburg in Bonn eine Bahn dafür bauen ließ.Nach kurzer Grippe starb Konrad Adenauer am 19. April 1967 im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Rhöndorf. Adenauer wurde im Kölner Dom zelebrierten Requiem verabschiedet und mit einem Staatsbegräbnis geehrt. An seiner Beerdigung nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Außenminister teil. Am Sarg hielten hochrangige Offiziere der Bundeswehr, allesamt Ritterkreuzträger, abwechselnd die Ehrenwache. Nach der Zeremonie überführte die Bundesmarine den Sarg nach Bad Honnef/Rhöndorf, auf dessen Waldfriedhof Adenauer am 25. April 1967 beigesetzt wurde.

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