Mongo95 di Mongo95
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• Siegfried Lanz
Wurde 1926 in Ostpreußen geboren. Er engagierte sich für die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschland). Er wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet. Seine Aufgabe als Schriftsteller war „den Schreken zu neutralisieren und die Not als verärnderbar zu beschreiben“. Sein Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) einthält 20 Geschichten über seine masurische Heimat, die er mit leiser Ironie verspottet. Er erzielte seinen Erfolg mit dem Bestsellerroman „Deutschstunde“ (1968): Thema der Vergangenheitsbewältigung.

• Hermann Hesse (1877-1962)
Sein Großvater, sein Vater und die Mutter waren Missionare in Indien gewesen. Daher stammte dal lebenslange Interesse des Autors an orientalischer Lebensweisheit und Mystik. Er wurde wegen tiefer Depression in einer Nervenheilanstalt interniert. Er reiste nach Indien (1911), was seine literarische Produktion tief bestimmte. Bei Ausbruch des Ersten Wletkriegs fiel Hesse durch eine antimilitarische Position auf. Die Krankheit von Frau und Sohn verursachten eine seelische Krise. Auch während des Dritten Reichs sprach sich Hesse mehrmals gegen den Nationalsozialismus und den Krieg aus. 1946 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Die Themen: Die Vielfältigkeit der Persönlichkeit, die Entfremdung in der bürgerlichen Gesellschaft, das Unbehagen an der entrfremdenden Wirklichkeit. Auf diese soziale Problematik hat er nur mit individuellen Lösungen geantwortet.

-)Siddharta: Entwicklungsroman. Siddharta („der sein Ziel erreicht hat“) hat alle möglichen Erfahrungen im Leben gemacht. Er empfindet Ekel vor seinem bisherigen Leben nd versucht nur, zur Ruhe zu gelangen. Sein einziges Gefühl: Sehnsucht, diesem sinnlosen Leben ein Ende zu machen.
Hauptwerke: Erzählung „Siddhartha“, Roman „Narziss und Goldmund“.

• Paul Celan (1920-1970)
Wurde als Kind deutscher Eltern in Czernowitz geboren. Er musste bis 1944 Zwangsarbeit in einem Lager in Rumänien leisten und alle Schrecken der Judenvernichtung erleben. Ab 1959 arbeitete er als Lektor für deutsche Sprache, als Schrifsteller und Übersetzer vieler moderner Dichter, u. a Giuseppe Ungaretti. Im April 1970 suchte er den Tod in der Seine. Weil die Bilder seiner Vergangenheit nicht entfernt sein könnten.
Die ersten Gedichtbände sind durch die Erfahrung der Realität des Nationalsozialismus und der Grausamkeit der Lager geprägt, die er mit bildhafter Sprache und Metaphern vergegenwärtigt.
In der Jahren zwischen 1954 und 1969 stand Paul Celan im Briefwechsel mit der Schriftstellerin Nelly Sachs. Beide empfanden ihre Rettung als Schuld. Sie versuchten sich gegenseitig zu helfen, sich gegenseitig die Kraft zu geben, auch nach dem Holocaust weiterzuleben.
-)Todesfuge: Die Situation in einem Lager beschriebem, in dem Menschen getötet werden. Es ist auch eine Konfrontation mit der Realität des Holocausts, die jede Ästhetisierung und Verklärung des Grauens ausschließt.

• Nelly Sachs (1891-1970)
Wurde in Berlin als Tochter eines jüdichen Fabrikanten geboren. Die Freundschaft mit der schwedischen Dichterin Selma Lagerlöf und das Interesse des schwedischen Hofs ermöglichten 1940 Nelly Sachs und ihrer Mutter nach Stockholm zu emigrieren. 1966 erhielt sie den Literaturnobelpreis.
Sie beschäftigte sich mit dem grausamen Schicksal der Juden im Nationalsozialismus und besonders mit deren Vernichtung in den KZ. In den Konzentrationslager hat ein Volk (die Deutschen) zum ersten Mal in der Geschichte systematisch ein anderes Volk (die Juden) ermordet.

• Wolfgang Borchert (1921-1947)
Sohn eines Volksschullehrers und einer Heimatschrifstellrin. R begann im Alter von 15 Jahren Gedichte zu schreiben. Im November 1941 wurde er als Panzergranadier and die Ostfront verlegt. Er wurde verletzt und erkrankte zusätzlich an Diphtherie. Das Gericht sprach ihn von der Anklage (sich die Schussverletzung selbst zugefügt zu haben) jedoch frei. Er wurde wieder and die Ostfront verlegt und dann mit Erfrietung am Fuß ins Lazarett eingeliefert. Im Oktober wurde er wegen chronischer Lebererkrankung aus der kämpfenden Truppe entlassen, sollte aber für ein Fronttheater Verwendung finden. Er parodierte im privaten Kreis gelegentlich Jospeh Goebbels, wurde denunziert und landete erneut im Gefängnis. Borchert geriet in Kriegsgefangenschaft, konnte während des Abtransportes aber fliehen, schwerkrank.
Im Januar 1947 schriebt er innerhalb weniger Tage sein bekanntestes Werk „Draußen vor der Tür“: Der Unteroffizier Beckmann kehrt aus der siribischen Gefangenschaft zurück und findet keinen Platz mehr, eben muss er vor der Tür bleiben, die Gefühlslage vieler Kriegsheimkehrer und ihrer Angehörigen getroffen.

• Erich Kästner (1899-1974)
Wegen seiner humorvollen Kinderbücher und seiner humoristischen bis zeitkritischen Gedichte bekannt. Hat eine pazifistische Haltung, er nahm sich unter anderem dem Verfall der zeitgenössischen Gesellschaft. Ab 1917 war er Soldat im Ersten Weltkrieg und zog sich dort ein Herzleiden zu. 1919 arbeitete er bereits während seiner Studienzeit als Journalist bei der Zeitung „Neue Leipziger Zeitung“. Für das Kabarett schrieb er politische Gedichte im satirischen Ton und andere zeitkritische Texte. Große Popularität erlangte der Schriftsteller mit seinen Kinderbücher. Im Jahr der Machtuübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden einige Werke vin Kästner verboten und öffentlich verbrannt. Er nahm die bürgerliche Moralvorstellung, Faschismus und Militarismus mit dem ihm eigenen Witz kritisch unter die Lupe. Kästner wurde von der Geheimen Staatspolizei verhaftet, es folgten in den Jahren zwischen 1937 un 1940 weitere Festnahmen und Freilassungen. Die bekannten Kinderbücher „Das doppelte Lottchen“ und „Die Konferenz der Tiere“ wurden 1949 veröffentlicht. Er hat zahlreiche Literaturpreise erhalten.

• Anna Seghers (1900-1983)
Sie wurde mit bürgerlichem Namen Netty Reiling in einem wohlhabenden jüdischen Familie in Mainz geboren. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich ein Zeitgenosse des Malers Rembrandt. 1933 emigrierte sie nach Frankreich und 1941 nach Mexico. 1947 kehrte sie nach Europa zurück und ließ sich zunächst in Westberlin nieder. Sie trat der SED (Sozialistische Einheistpartei Deutschland). Sie war Mitbegründerin des Schriftstellerverbandes der DDR und leitete ihn in der Zeit von 1952 bis 1978. Die Universität Jena verlieh ihr im Jahr 1959 den Titel eines Ehrendoktors.

• Thomas Mann (1875-1955)
Wurde in Lübeck als Sohn einer reichen Bürgerfamilie genoren. Sein Vater war Kaufmann und seine Mutter war Südamerikanerin. Nach dem Ersten Weltkrieg wat Thomas Mann Verfechter einer demokratisch-humanitären Weltanschauung. Als 1933 die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, wurde Mann zur Emigration geswungen. Auch aus dem Exil beschwor er Europa, nicht von Hitlers Nationalsozialismus zu kapitulieren. die Themen: Im Werk Manns die der Konflikt zwischen Geist und Leben, Künstler und Bürger ein zentrales Thema. Alle frühen Novellengestalten Manns schweben zwischen Außenseitertum und erwünschter Integration in die bürgerliche Gesellschaft. Hauptfigur in vielen Werken, verkörpert der Künstler die psychische un physische Dekadenz. Die Körperliche Krankheit ist die äußere Form einer seelischen Krankheit, einer inneren Dekadenz. Die Hauptfiguren beider Novellen, Tonio Kröger und Gustav von Aschenbach, verkörpern den Typus des Künstlers der Jahrhundertwende.

Der Norden ist dal Lande des Bürgertums, während der Süden das Land der Kunst ist.
Hauptwerke: Bildungsroman „Buddenbrooks, Verfall einer Familie“, Novelle „Tonio Kröger“, Novelle „Der Tod in Venedig“, Roman „Der Zauberberg“

• Ilse Aichinger (1921)
Österreichische Schrifstellerin und bedeutende Repräsentantin der deutschen Nachkriegsliteratur. War die Tochert einer jüdischen Ärztin und eines nicht-jüdichen Lehrers. Deswegen wurde sie nicht deportiert und überlebte den Zweiten Weltkrieg. Die Großmutter und die jüngeren Geschwister der Mutter wurden verschleppt und umkamen. 1951 wurde sie zur Gruppe 47 eingeladen. Sie ist Mitglied mehrere Akademien und Mitunterzeichnerin der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform.

• Heinrich Böll (1917-1985)
1937 begann er das Studium der Germanistik un der klassischen Philologie. 1939 wurde er in die Wehrmacht eingezogen. Im Laufe des Krieges wurde er mehrmals verletzt und infolge con Desertion sogar gefangen genommen. 1945 kehrte er nach Köln zurück, arbeitete als Angestellter und später als freier Schrifsteller. Von Anfang an war Bölls kulturelle Tätigkeit gesellschaftspolotisch geprägt. Er bekämfte konsequent die atomare Nachrürstung. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.

Themen: In den Werken Bölls kann man allen Etappen der Geschichte der BRD, vom Nullpunkt bis zum Gegenwart, schrittweise folgen. Er bekämpfte vehement die Gefahr der Vergangenheitsverdrägung, um die Erinnerung an dern Krieg und dessen tragische Folgen wach zu halten. Seine Helden sind meistens Randfiguren: Außenseiter, Einzelgänger, Kranke, Gescheiterte. Ästhetik des Humanen: Er nimmt immer den Gesichtspunkt der kleinen Leute ein, weil nur diese noch ein gewisses Maß an Humanität besitzen.
Hauptwerke: Roman „Ansichten eines Clowns“, Roman „Gruppenbild mit Dame“, Roman „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“.

• Brigitte Schwaiger (1949)
Schriftstellerin, Schauspielerin und auch Regieassistentin. Früher Erfolg mit dem ersten Roman „Wie kommt das Salz ins Meer“.

• Max Frisch (1911-1991)
In Zürich geboren. Als Korrespondent reiste er in die Tschekoslowakei, nach Polen, Frankreich, Bosnien, Griechenland, ans Schwarze Meer und nach Konstantinopel. 1939 wurde er zum Grenzdienst eingezogen. Al Architekt und als Schriftsteller übte er einen Doppelberuf aus. Viele seiner Werke haben oft tagebuchartigen Charakter. Ab 1955 war Frisch nur als Schriftsteller tätig.
Die Themen: Alle Werke Frischs kreisen thematisch um den einsamen, unverstandenen Menschen. Im Mittelpunkt stehen auch die Probleme der Identität.
Hauptwerke: Roman „Homo Faber“; Drama „Biedermann und die Brandstifter“, Drama „Andorra“.

• Nachkriegsliteratur (1945-1950)
Die Trümmerliteratur und die Kahlschlagliteratur. 1945: Der Nullpunkt für Deutschland. Neubeginn für die deutsche Sprache und Kultur. Drei Schlagwörter: Trümmer-, Kriegs-, Heimkehrer- Literatur. Sie erzählte über Menschen, die tatsächliche in Trümmern lebten und aus dem Krieg kamen. Aber auch Frauene und Kinder in gleichem Maße verletzt. Diese Schirftsteller identifizierten sich mit ihnen. Sie gehörten einer Generation an, die sich in einer merk- und denkwürdigen Situation befand: Sie kehrten aus einem unglaubigen Kriegheim. Die Grundprinzip war nicht die Schönheit, sondern die Wahrheit. „Schönheit ohne Wahrheit ist böse. Wahrheit ohne Schönheit ist besser“.
„Gruppe 47“ war ein Netzwer von Autoren, die siche einmal jährlich für 3 Tage zu einer Versammlung trafen. Eingeladene Nicht-Mitglieder konnten dabei ihre noch nicht veröffentlichte Werke vorstellen. Die gruppe galt auch als Talentschiede, die viele der vorlesenden Autoren später große Bekanntheit erlagten.

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