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Spiegel der Stadt - die Berliner U-Bahn

Der Artikel „Spiegel der Stadt - die Berliner U-Bahn“ beschreibt die Berliner U-Bahn. Das bunte Treiben in den U-Bahnstationen und U-Bahnzügen spiegelt das Leben der Stadt wieder wie ein Spiegel. Als am 15. Februar 1902 die erste, 6 km lange Strecke, zwischen der Warschauer Straße und Zoologischem Garten mit Abzweig zum Potsdamer Platz eingeweiht wurde, war es keine Untergrund- sondern eine Hochbahn. Einige Zeit später fuhr die Bahn auf dem Weg zum Zoologischen Garten in den Untergrund. Die Idee zu diesem verkehrsentlastenden System stammte von Werner von Siemens. Wenige Berliner nutzten jedoch dieses Verkehrsmittel , was sich aber im Laufe des Jahres änderte. Für einen Fahrpreis zwischen 10 und 30 Pfennig wurden 1903 bereits rund 30 Millionen Fahrgäste im Jahr befördert. Heute steigen täglich mehr als 1,4 Millionen Fahrgäste auf einem der 170 Bahnhöfen in die Wagons ein. Das Streckennetz umfasst 145 Kilometer. Am Wochenende fahren acht der neun Linien im 15-Minuten-Takt rund um die Uhr, auch nachts. Morgens sitzen Männer im Anzug neben Bauarbeitern, Damen im Kostüm neben Frauen in Jogginghosen, Schüler, Studenten neben Touristen. Es wird Zeitung gelesen, schnell noch eine Hausaufgabe abgeschrieben, erzählt, noch ein bisschen Schlaf nachgeholt oder nach oben zum sogenannten Berliner Fenster geguckt, wo eine Art Fernseher die Berliner über den neuesten Klatsch informiert. In den Zügen und Bahnhöfen trifft man aber auch

Menschen vom Rand der Gesellschaft: Obdachlose, Akkordeon spielende Osteuropäer oder Zigarettenverkäufer aus Vietnam.
Die U-Bahn war schon immer ein Schauplatz der Politik. In den dreißiger Jahren verhinderte die Weltwirtschaftskrise den weiteren Ausbau des 70 Kilometer langen Streckennetzes. Ein großer Teile des U-Bahnnetzes wurde während des Zweiten Weltkrieges beschädigt oder zerstört. Erst 1951 waren die letzten Schäden beseitigt. Der Bau der Mauer im Jahre 1961 hatte zur Folge, dass die U-Bahnlinie 2 in einen West- und einen Ostteil getrennt wurde. Die Nord-Süd-Linie fuhr ohne Halt durch die menschenleeren, sogenannten „Geisterbahnhöfe“ des Ostteils. Nur manchmal waren DDR-Soldaten zu sehen. Nach dem Fall der Mauer wurde das Berliner U-Bahnnetz zusammengeschlossen und die Geisterbahnhöfe wieder eröffnet.

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