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Thomas Mann


Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck geboren. Sein Vater war ein angesehener Kaufmann, der eine Getreidefirma leitete und später auch Senator der Stadt Lübeck wurde. Seine Mutter war halb Brasilianerin und künstlerisch interessiert. Der grundverschiedene Charakter seiner Eltern ist also der Ursprung des Konflikts zwischen Burger und Künstler, der zentrale Thema der Werke Manns darstellt.
1903 erschien die Novellensammlung Tristan, die auch Tonio Kroger enthalt.
Thomas Mann hat schon als junger Mann homosexuelle Neigungen in sich, aber er hat es versteckt und entscheidet sich für die Ehe. Die Verdrängung seiner Homosexualität war der Preis, den er bezahlen musste, um Erfolg zu haben.
Im Jahr 1929 bekam Mann den Nobelpreis für Literatur.
Vor und wahrend die Ersten Weltkrieg hatte Thomas Mann eine konservative und rechtsorientierte politische Haltung, aber bis zu 1920. Er warnte vor dem aufkommenden Nationalsozialismus. Als Hitler an die Macht kam, entschloss er sich für das Exil: er wohnte in Zürich und in die USA, wo er als Gastprofessor an der Universität arbeitet.
Wann er in seine Heimat zurückkehrt, besucht er die beide Teile Deutschlands. Als er nach Amerika zurückkehrte, wurde er vom Büro für unamerikanische Aktivitäten befragt und verhort, weil er in der sowjetischen Besatzungszone gewesen war. Er ging zurück nach Schweiz, wo er am 12. August 1955 starb.

Tonio Kröger


Handlung: Die Novelle spielt in Lübeck und der Protagonist ist der 14-jährige Tonio Kröger. Sein Vater ist ein erfolgreicher norddeutscher Kaufmann und seine Mutter ist eine leidenschaftliche Typ, die aus dem Süden kommt. Tonio hat dunkle Augen und dunkle Haare und er ist sensibel und künstlerisch wie seine Mutter. Sein Mitschüler Hans Hansen ist der Gegenteil von ihm: ein sportlicher blonder Junge mit hellblauen Augen, deshalb fühlt Tonio sich von ihm angezogen. Mit 16 Jahren verliebt sich Tonio in Ingeborg Holm, die wie Hans ist und wie Hans erwidert sie nicht Tonios Liebe. Nach dem Tod seines Vaters zieht der Junge nach München, wo er ein bekannter Dichter wird. Er ist jedoch sehr einsam und gesteht der Malerin Lisaweta Iwanowna, dass er die Literatur nicht als Beruf, sondern als Fluch empfindet, weil diese ihn von anderen „normalen“ Menschen trennt. Für diesen Konflikt zwischen Künstler und Bürger nennt Lisaweta ihn einen „verirrter Bürger“. Später reist er nach Dänemark, wo er Hans und Ingeborg wiederzuerkennen glaubt. Dieses Bild erweckt in ihm alte Gefühle und Sehnsüchte und er ist wieder glücklich. In einem Brief an Lisaweta schreibt Tonio, dass er nicht mehr weiß, wo sein Zuhause ist und kommt zu dem Schluss, dass seine „Bürgerliebe zum Menschlichen“ die Bedingung seiner Kunst ist.

Der Konflikt Bürger-Künstler


Es ist das Leitthema der Novelle, weil Tonio aus zwei verschiedenen Welten kommt und er kann sich nicht entscheiden, zu welcher er gehört. Schon sein Name zeigt das: „Tonio“ steht für den künstlerischen Teil der Mutter kommt, während „Kröger “ die bürgerliche Welt des Vaters symbolisiert. Die Folge ist, dass der Protagonist ein Künstler wird, aber er möchte gern an dem gewöhnlichen Leben der normalen Leute teilnehmen. Deswegen nennt Lisaweta ihn einen „verirrten Bürger“, und Tonio sagt, dass sie Recht hat. Nur am Ende der Novelle findet man die erlösende Antwort: Seine Bürgerliebe zum Menschlichen ist die Bedingung seiner Kunst. Das Ergebnis ist ein neues Künstlerkonzept.

Zum Stil


Erlebte Rede und innerer Monolog: Thomas Mann benutzt in Tonio Kröger ein besonders Stilmittel, um den inneren Konflikt des Protagonisten zu zeigen: Die so genannte erlebte Reden und innere Monolog.

[h]Die erlebte Rede steht zwischen direkter und indirekter Rede, denn stellt in der 3. Person, vor allem im Präteritum, die Gedanken der beschrieben Person dar. Beispiel: „Hatte Hans es vergessen, dass sie heute mittag ein wenig zusammen spazierengehen wollten?“.

Der innere Monolog ist ein Selbstgespräch, das die Gedanken und die Gefühle einer Person in der Ich-Form wiedergibt. Beispiel: „Warum bin ich doch so sonderlich und in Widerstreit mit allem?“

Hitlers Machtergreifung und die Exilliteratur


Höhepunkt des Terrors gegen oppositionelle Intellektuelle war die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933. An diesem Tag wurden in den größeren deutschen Städten Werke von Autoren wie zum Beispiel Karl Marx, Erich Kästner, Bertolt Brecht, Alfred Döblin und Franz Kafka öffentlich verbrannt. Die Bücher von Thomas Mann wurden nicht zerstört, weil er sich während 16 Jahren in der Schweiz flüchtet. Wie Mann emigrierten auch andere „verbotene“ Autoren: z.B. Brecht, Döblin oder Kästner und ihr Zeit des Exils hat bis die Ende der Zweite Weltkrieg gedauert. Dann die meisten Exilanten kehrten nach Deutschland zurück, einige in die Bundesrepublik (wie Döblin) oder in die DDR (wie Brecht), andere blieben in der neuen Heimat (wie Heinrich Mann in Kalifornien) oder suchten sich ein neues Exil (Thomas Mann ging in der Schweiz zurück). Aber es gab auch Erich Kästner, der sich in die innere Emigration zurückzog: Er arbeitete im Untergrund, um eine passive Opposition zu üben.
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