DER SYMBOLISMUS

DER SYMBOLISMUS
Mit dem Symbolismus vollzieht sich eine radikale Abkehr von den Grundsätzen des Naturalismus. Die Kunst der Symbolisten ist Selbstzweck, wie auch das Motto l’art pour l’art erklärt. Sie strebt nach einer perfekten Form und einem eleganten Stil. Der Rolle des Künstler bleibt freiwillig und stolz außerhalb und über der Masse. Er betrachtet sich selbst als einem Priester - Propheten. Er halt sich für einen auserwählten. Wichtige Elemente dieser Bewegung sind die Verherrlichung der Schönheit und die vorlieb für übernatürliches und geheimnisvolles. Im Unterschied zum Romantiker lehnt der Symbolist jede soziale, moralische Aufgabe ab und will mit dem Volk nicht zu tun haben (Pöbel). Der Symbolist lebt isoliert von der Gesellschaft und flüchtet sich in seinen Elfenbeinturm. Erst durch die Kunst kann er sich über das sinnlose, flüchtige leben erheben und das Leben als solches ertragen.


DER EINFLUSS NIETSCHES AUF DEN SYMBOLISMUS
Nietzches meinte, das Leben sei erst als ästhetisches Phänomen und in der Illusion der Kunst ertragbar. Er entdeckt Dinge, die er weder bezeichnen noch erklären kann, wie zum Beispiel das unsagbare und das unbewusste. Um das unsagbare und das unbewusste greift der dichter zu Symbolen: zu Worten und Bildern, die in einer höheren Sphäre angehören. Die Bedeutung dieser Symbole kann nur intuitiv und emotional entdeckt werden.

RAINER MARIA RILKE
Er wurde 1875 in Prag geboren. Er reiste nach Russland, wo er Tolstoi kennenlernte.
In Rilkes literarischem schaffen unterscheidet man drei Phasen: eine impressionistisch – subjektivistische Phase, eine Wende zur objektiven und ein Gefühl der Mystik. Seine Werke sind durch die Länder und durch die Menschen beeinflusst. Stark ist von Anfang das religiöse Gefühl.

DER PANTHER
Ein Panther steht in einem Käfig mit Stäben in einem Tierpark und er ist müde und betäubt. In der ersten Strophe ist das Wort „stabe“ dreimal wiederholt: der Autor spricht also aus der prospektive des beschriebenen Gegenstandes. Man hat den Eindruck, als ob der Autor selbst diese stabe sähe, als wäre er der Panther. Die prospektive ist als nicht Außen sondern innen. Rilke identifiziert sich mit diesem Tier. Beschrieben wird hier ein Panther, der sich in einen Käfig befindet.
Sein blick ist müde und er halt nichts mehr. Sein Gang ist weich, geschmeidig und er dreht sich im allerkleinsten kreise. Seine Wille ist groß und betäubt. Der Vorhang der Pupille schiebt sich lautlos auf. Seine Glieder sind still und angespannt. In seinem Herz hört er auf zu sein.

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