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Die romantik der wanderer über dem nebelmeer – Caspar David Friedrich


Auf diesem Gemälde ist ein Mann zu sehen, der auf einem hohen Felsen steht. Er ist allein mitten in der Natur, um ihn herum ist nur Nebel. Er wendet dem Betrachter den Rücken zu, und sieht in die Ferne und seine Haltung zeigt Entschlossenheit.
Im Vordergrund dominieren dunkle Farben, auch der Wanderer hat eine dunkle Kleidung an.

Im Hintergrund dominieren die Farben weiß und hellblau. Die Farben sind heller, je naher man dem Horizont kommt.
Der Wanderer nimmt eine Zentrale Stellung ein. Er steht fest am Boden, aber sein Blick geht ins Unendliche. Er möchte sich eins mit der Natur fühlen, er sehnt sich nach dem Unendliche, nach der Ferne.

Die romantische revolution


Die Romantik ist eine Bewegung, die von 1797 bis 1830 erfasste. Sie entstand in Deutschland aber sie verbreit in ganz Europa und Nordamerika. Sie entstand in Deutschland, weil hier Protestantismus und Pietismus eine Neigung zur Innigkeit und Introspektion gefördet hatten, außerdem hatte der Sturm und Drang einen Kult des Gefühls eingeführt.
Das Wort “Romantik” kommt von “romanze”, das “romanische Volkssprache” bedeutet, aber später, im 17. Jahrhundert, bedeutet es “phantastische Abenteuerroman”. Heute denkt man bei diesem Wort an eine gefühlvolle Stimmung.
In diesem Jahren, wird Europa von der Französische Revolution, von Napoleon, Wiener Kongress und nationalen Unabhängingkeitsbewegungen geprägt. Die Französische Revolution hatte den Motto: Freiheit, Bruderlichkeit, Gleichheit. Am Anfang begeisterten sich die Romantiker für diese Revolution, aber als Robespierre zum Terror ankam, lehnten sie sie ab.
Die Romantiker hatten eine Tendenz zur Unendlichkeit und Universalität, und versuchten alle Kunstarten zu verschmelzen.

Die universalpoesie


Schlegel erklärte in seinen Zeitschrift “Athenäum”, die Romantische Poesie soll eine “progressive Universalpoesie” sein, die alle Gattungen vereinigt. Die Romanische Poesie soll alle Kunstarten in sich verschmelzen, die ideale Kunst war “Allkunst”, wo es keine Trennung zwischen den literarischen Gattungen und den Kunst gab. Progressive bedeutet, dass die Romantische Poesie nach dem Unendlichen strebt. Sie gelangt niemals zum Ziel, und bestätigt sich als Poesie im Werden, das Kunstwerk ist offen und nicht geschlossen. Diese Poesie ist nur von der Willkür des Dichters bestimmt. Der Dichter ist an keine Regel gebunden: seine Genie und Phantasie stehen über allem. Das Subjekt, das Ich und seine Empfindungen sind Maß aller Dinge, das bedeutet Neigung zum Träumen und zur Sehnsucht.

Phantasie, traum, unbewusstes


Die Romantiker wollten die Harmonie der Venunft des Aufklärung mit dem Gefühl des Sturm und Drang, aber die Phantasie spielte eine wichtige Rolle. Deshalb entdecken sie Sphären, die unbekannt waren, wie die Träumen, Unbewusste und Unterbewusste.

Die nacht


In diesen Konzeption erhielt die Nacht eine positive Rolle, weil sie der Ort des Schlafes und des Traumes war. In der christlichen Tradition wurde sie mit der Sünde assoziiert. In der Aufklärung war das Verstand das Licht, das die Welt von der Finsternis des abergläubischen des Mittelalters befreite.

Kindheit des menschen und vergangenheit


Die Romantiker liebten Naturlichkeit und fanden sie in die Phase der Kindheit verwirklicht. Sie waren mit Rousseau einverstanden, und sie betrachten das Kind als ein perfektes Wesen.

Mittelalter


Das Mittelalter war für sie eine ideale Zeit, in der religiöse und politische Einheit herrschte, und in der man Kontakt zur Natur hatte. Diese Epoche gilt als Zeitalter, in dem Deutschland eine einziges großes Reich war. Die Romantiker sahen das Mittelalter als den Anfang der deutschen Nation.

Volksgut


Die Romantiker begeisterten sich für die alten Märchen, Sagen und Volkslieder. Märchen werden als Urpoesie eines Volkes angesehen, als unverdorben und ursprünglich. Im Märchen vereinigen sich Irrealität und Wirklichkeit, das Unheimliche und das Übernatürliche. Märchen gilten als Seele des deutschen Volks.

Nationalgefühl


Als Reaktion auf die napoleonische Herrschaft entstanden ein starkes Nationalgefühl und ein Interesse für das Volkstum, und fur vergangene Epochen der deutchen Geschichte.

Natur


Die Romantiker suchten ihrer Zuflucht in der freien Natur. Für sie, ist die Welt beseelte und Menschen und Natur eins geworden sind.

Sehnsucht


Nach der Definition von Novalis ist die Sehnsucht ein “süß-bitteres Gefühl”, das sich von der Nostalgie unterscheidet: es bedeutet streben nach dem Unbekannten und Unerreichbaren, während Nostalgie den Wunsch etwas Bestimmtem und Vergangenem bezeichnet. Die blaue Blume symbolisierte Sehnsucht nach der Unendlichkeit, nach der räumlichen Ferne. Der Orient und Italien sind Traumorte der Romantiker.

Romantische motive


Die Ablehnung der rationalistichen Weltanschauung der Aufklärung
die Bedeutung der Empfindsamkeit und der Subjektivität
die Einheit von Natur und Geist
das Wunderbare
das Phantastische
das Exotische und Abenteuerliche
Die Romantik setzt
das Gefühl,
die Neigung,
die Landschaft,
die Subjektivität des Individuums
an erste Stelle.
Die Intuition,
die Welt des Unbewussten,
das Reich der Phantasie und
des Traumes
stehen im Vordergrund.
Die Themen sind:
die Nacht
der Traum
die Natur
die Musik
die Sehnsucht

Die romantik teilt sich in frühromantik, hochromantik und spätromantik auf.

Die frühromantik (1797-1805)


Die Frühromantik wird auch Jenaer Romantik genannt, weil das Zentrum Jena war.
Die Theoretiker dieser Bewegung waren die Brüder Friedrich und August Wilhelm Schlegel, die ihren Theorien in der Zeitschrift “Athenäum beschrieben. Diese erste Phase der Romantik war philosophisch und theoretisch. Die prägende Philosophie der Romantik ist der Idealismus, der das Ich in den Mittelpunkt stellt.

Hochromantik (1805-1815)


Die Hohcromantik entwickelt sich von 1805 bis 1815, und die Verteter sind die Brüder Grimm, Brentano, und von Arnim.

Spätromantik (1815-1830)


Die Spätromantik hatte ihre Zentren in Dresden, Heidelberg und Berlin, und der wichtigste Vertreten ist Eichendorff. Die Spätromantik ist nicht mehr so theoretisch wie die Frühromantik. Diese Bewegung war von ein starkes Nationalgefühl geprägt: es gab ein neues Interesse für Volk und Volkssprache, nicht nur das Individuum steht im Mitterlpunkt, sondern das Volk und die Nation. Die Teilung Deutschlands in viele kleine Staaten löste es aus. Die Spätromantiker hatten konservative Tendenzen: Werte wie Familie, Heimat, Kirche und Volk spielen eine wichtige Rolle. Im Mittelpunkt sind die Liebe zur Natur und Heimat, die Einsamkeit in der Natur, die Vorliebe für merkwürdige und zauberhafte Landschaften. Die Sehnsucht wird jetzt zu Wanderlust, und ein weiteres Merkmal ist die Hinwendung zum Okkulten und Unbewussten.
Joseph von Eichendorff - mondnacht
Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blutenschimmer
Von ihm nur träumen mußt.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ahren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

Erste Strophe: Der Begriff ist Cosmos: die Erde und Himmel küssen sich wie zwei liebende. Der Himmel beugt sich und kommt zur Erde hinhunter um ihr einen Kuss zu geben. Durch diesen Kuss wird, in die Erde, ein Licht gebracht, in den Blümen, Pflanzen, in die Natur, die glänzt. Die Erde ist in den Himmel verliebt und träumt den Himmel, sie sehnt sich nach dem Himmel. Es gibt eine vertikale Bewegung von oben nach unten: der Himmel kommt unter und kusst die Erde. Diese Kuss ist das zentrale Bild und Metapher, es ist ein symbolische Kuss, der die Harmonie spiegelt. Der Gabrauch des Konjunktivs deutet auf die irrealität, den Traum und Wunsch hin. Die Stimmung ist ruhig, träumerich, es gibt Harmonie zwischen Himmel und Erde.

Zweite Strophe: Der Begriff ist Natur: die Felder, die Ahren, die Wälder werden durch ein leichtes Wind bewegt. Es gibt Harmonie, Rühe in der Natur. Es gibt eine horizontale Bewegung, die Natur ist im Einklang, totale Harmonie, alle ist leise und still.

Dritte Strophe: Der Begriff ist Innenwelt: das lyrische ich erscheint. Es ist in total Harmonie mit der Natur, mit dem Landschaft. Diese Bewegung ist vertikal, von unten nach oben: die Seele möchte sich mit der Natur und mit Gott vereinigen, aber das ist nur ein Traum, weil es unmöglich ist, im Diesseits zu erreichen. Es gibt eine Sehnsucht nach Gott, nach dem Unendlichen, Jenseits, nach Harmonie, aber auch nach Tod, um mit Gott zu sein. Diese Harmonie ist durch den Tod erreicht. Das “und” am Anfang lässt und einen Übergang von Natur zur Innenwelt des lyrisches ichs einvallen.

Das lyrische ich erinnert sich an eine schöne sternklar Nacht. Es gibt kein bestimmt Zeit und Ort, aber die Ahren in der zweiten Strophe lassen uns an Sommer denken. Die Landschaft in Eichendorff ist Stimmungslandschaft genannt, weil sie Spiegel der Seele ist; es gibt keine realistische Beschreibung der Landschaft, sondern er wollte seine Gefühle ausdrucken. Die Stimmung der ganzen Dichtung ist rühig, träumerich, still, zauberhaft und idyllisch.
Im Gedicht deutet das Präteritum auf eine ursprüngliche, verlorene Einheit und Harmonie zwischen Himmel und Erde, Menschen und Natur. Die Sprache ist volksliedhaft und einfach, und die Reimwörter schaffeln den Rythmus und hohen die Musikalität, es gibt eine Kreuzreim. Die Struktur des Gedichtes ist kreisförmig, weil es mit dem Bild des Himmels beginnt, und auch mit dem Bild des Himmels endet, es kommt in der letzten Strophe wieder.

Sehnsucht


Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte,
Da hab ich mir heimlich gedacht:
Ach wer da mitreisen könnte
In der prächtigen Sommernacht!

Zwei junge Gesellen gingen
Vorüber am Bergeshang,
Ich hörte im Wandern sie singen
Die stille Gegend entlang:
Von schwindelnden Felsenschlüften,
Wo die Wälder rauschen so sacht,
Von Quellen, die von den Klüften
Sich stürzen in die Waldesnacht.

Sie sangn von, Marmorbildern,
Von Gärten, die überm Gestein
In dämmernden Lauben verwildern,
Palästen im Mondenschein,
Wo die Mädchen am Fenster lauschen,
Wann der Lauten Klang erwacht
Und die Brunnen verschlafen rauschen
In der prächtigen Sommernacht.

Erste Strophe: das lyrische ich steht allein am Fenster, es schaut hinaus in die Landschaft. Es hört ein Posthorn, das einen Wunsch nach Reiselust und Wanderlust erweckt, es fühlt eine größe Sehnsucht nach der Ferne. Die Stimmung ist still, ruhig und verträumerich.

Zweite Strophe: Es hört zwei Jungen, die wandern, singen von der Natur, einer Romantische, wild, mächtig, gefährlich Natur. Sie singen von den Macht, Große der Natur. Es gibt eine Sehnsucht nach Abenteuer und wilde Natur. Außerdem ist der Motiv der Nacht und Natur im letzten Versen ausgeführt.

Dritte Strophe: es gibt eine südliche Landschaft, wir sind in Italien, die als die Kulturlandschaft angesehn wird. Sie singen von einenm vergangene Kultur, einer märchenhafte Landschaft. Es gibt Palästen, Gärten, Marmorbildern und die Mädchen warten auf der Klang des Lauten, und die Brunnen rauschen. Die Landschaft ist nicht rein, sondern die Natur ist vom Menschen gestalte, es ist nicht realistisch, das lyrische ich stellt sie vor. Die Beschreibung ist verherrlichend, als es ginge um einen Ort, der nicht existiert.

Das lyrische ich steht allein am Fenster, hört das Posthorn und empfindet den Wunsch, zu reisen. So reist er mit seiner Phantasie, angeregt von dem Gesang den Gesellen.
In den zweiten Strophe repräsentiert die Bilder eine elementare, bedrohliche, wilde Natur, weil es Felsen, Quellen, Wälder gibt. In den dritten Strophe ist die Bilder Metapher einer Landschaft des menschlichen Seele, weil es Paläste, Marmorbildern, Gärten gibt. Diese Bilder ist mit Italien verbunden, als Land der Kunst, die Kunstheimat.
Das Fenster symbolisiert die Schwelle des Bewusstseins. Durch das Fenster dringen in den Innenraum des Dichters akustische Signale, wie das Posthorn, das seine Sehnsucht nach der Ferne auslöst, und der Gesang der Gesellen.
Es gibt eine vertikale Bewegung von oben nach hunten, vom Himmel herab zur Erde, von steilen Klippen hinab in die Dunkelheit der Wälder, vom Fenster hinab auf die Brunnen.
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