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Berlin: Gedenkstätten und Erinnerungsorte


Das 20. Jahrhundert war ein Zeitalter der Extreme. In Berlin lagen die Schaltzentralen beider Weltkriege, befand sich das Zentrum des nationalsozialistischen Terrorregimes, schrieben die Alliierten Ihren Sieg fest, gab es mit dem Mauerbau die Teilung zwischen Ost und West. Der Untergang der SED-Diktatur mit dem Fall der Mauer im Jahr 1989 wurde zum internationalen Symbol für die Kraft gewaltfreien Widerstandes.

1) Erinnerung an die SED-Diktatur
Zur Erinnerung an die SED-Diktatur und deren Opfer gibt es in Berlin das Gesamtkonzept Berliner Mauer. Es ist der zentrale Erinnerungsort und liegt in der Bernauer Straße mit ehemaligen Todesstreifen und einer Reihe weiterer Erinnerungsstationen. Auf dem Areal befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer.

2) Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes
Zur Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes, um das historische Bewusstsein gerade auch bei den jüngeren Generationen wach zu halten, gibt es:

- das Denkmals für die ermordeten Juden Europas am Brandenburger Tor (das Holocaust Mahnmal, riassunto Berlin Sehenswürdigkeiten)
- das Denkmal für die Sinti und Roma
Das Sinti und Roma Denkmal erinnert im Tiergarten an die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma. Das befindet sich zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Brandenburger Tor. In die Beckenmitte platzierte der Künstler eine dreieckige steinerne Stele, auf deren eine frische Blume liegt. Am Boden rund um das Wasserbecken liegen flache Steine mit den Namen von Konzentrationslagern.
Auf dem Rand des Brunnens ist auf Englisch, Deutsch und Romanes das Gedicht "Auschwitz" von Santino Spinelli zu lesen: "Eingefallenes Gesicht/ erloschene Augen/ kalte Lippen/ Stille/ ein zerrissenes Herz/ ohne Atem/ ohne Worte/ keine Tränen".
- das Denkmal für die Homosexuellen
Das Denkmal wurde von Michael Elmgreen und Ingar Dragset entworfen. In einer Fensteröffnung kann man einen Film mit einer Kuss-Szene sehen. Das Denkmal soll ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Homosexuellen setzen.
- Stolpersteine
"Stolpersteine" ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, mit dem an Menschen erinnert wird, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Stolpersteine sind Betonquader, die in den Gehweg vor dem letzten frei gewählten Wohnort von Verfolgten des Nationalsozialismus eingelassen werden. Es gibt der Name und Schicksal des Menschen. Stolpersteine gibt es in Berlin seit 1996.
Heute werden Stolpersteine für alle verfolgte Menschen (Juden, Sinti und Roma, Menschen aus dem politischen oder religiös motivierten Widerstand, Homosexuelle, ZeugInnen Jehovas, Opfer der "Euthanasie"-Morde, Asoziale) verlegt.

- Bebelplatz und die leere Bibliothek
Mitten in Berlin, im Zentrum der deutschen Hauptstadt, hat der Künstler Micha Ullman auf dem Bebelplatz eine Erinnerung an die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten geschaffen. Durch eine Glasscheibe blicken die Passanten in einen weißen, leeren Raum, auf Regale einer Bibliothek ohne Bücher.
Mit der Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz zelebrierten die Nazis 1933 mitten in Berlin ein schauriges Ritual. Sie war eine Art Volksfest. Ein Jahr später standen auf «schwarzen Listen» mehr als 3000 Titel.
"Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", schrieb der Dichter Heinrich Heine (1797-1856). Er behielt Recht: Die NS-Bücherverbrennung war nur das Vorspiel zum Mord an Europas Juden.

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