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Als Kind wünschte ich mir immer einen "grossen Bruder", der mich beschützt.Aber leider.... na ja, ein kleiner Bruder wäre mir auch willkommen gewesen. Hauptsache, ich hätte ein Geschwisterkind. Wenn ich den Wunsch meinen Eltern gegenüber äusserte, bekam ich die Antwort: “Du mußt Zucker auf die Fensterbank legen, der Klapperstorch holt ihn nachts und wenn er genug gegessen hat, bringt er ein Baby”.Verflixt noch mal, der Zucker war jeden Morgen verschwunden, aber ein Baby kam nie!Im August 1960 fuhren wir mit unserem ersten Auto ins Allgäu zu Vater’s Schwester, die im Juli in Baby bekommen hatte. Mein Wunsch nach einem Geschwisterchen wuchs. Gemeinsam mit Papa erkundeten wir die Schönheiten der Gegend, wir waren auf Schloss Neuschwanstein, Schloss Hohenschwangau sowie Schloss Linderhof.
Natürlich erkletterten wir auch das Nebelhorn. Mama konnte wegen ihrer Krampfadern nicht mitkraxeln.Nach unserer Rückkehr, sagten Mama und Papa eines Abends zu mir: “Demnächst feiern wir im Januar noch ein Fest in der Familie” . Ich sollte raten, um was für ein Fest es sich handelt. Ich zählte viele festliche Angelegenheiten, wie Namenstag, Geburtstag, Hochzeit, Taufe ecc. auf, immer bekam ich die Antwort: “Nein, falsch”. Als ich nicht mehr weiter wusste, sagten sie: “Wir bekommen ein Baby, endlich hat der Klapperstorch genug Zucker gegessen. Darum konnte Mama beim Bergsteigen mitmachen”. Ich jauchtzte vor Freude und machte Pläne, was ich mit dem Baby unternehmen werde, wenn es größer ist. Ich konnte kaum erwarten, dass es Januar wurde.Am 4. November, als ich aus der Schule kam, war Mami nicht da, Opi wartete auf mich: “Mama liegt mit Bauchschmerzen im Krankenhaus”, sagte er. Papa war bereits informiert, er rief vom Büro aus im Krankenhaus an. "Ja", sagte die Stationsschwester," ihre Frau hat einen kleinen Jungen entbunden. Er ist zwar sehr klein und liegt im Brutkasten, aber Mutter und Kind geht es gut".

Ein Sohn, ein Sohn....der erwünschte Stammhalter (als ich geboren wurde, hat Omi bei Papi in der Firma ausrichten lassen, seine Frau habe ein kleines Mädchen bekommen, aber seine Arbeitskollegen haben ihm gesagt, er habe einen Sohn. Kannst Du Dir vorstellen wie dumm er geguckt hat, dass es "nur" ein Mädchen war. Trotzdem ich mit ihm im Keller gehämmert und genagelt habe wie ein Sohn.)Also, wie gesagt, wir im Eiltempo ins Krankenhaus. Ich wartete im Auto, da Kinder nicht auf die Entbindungsstation durften. Ich war erst 10 Jahre alt. Als Papi ausser Puste auf der Station ankam, fragte er die Ordensschwester: “Schwester, mein Frau, sie hat heute einen kleinen Jungen entbunden, wie geht es ihr und dem Kind??" Antwort: "Der Mutter und den KINDERN geht es gut." Papi: "Nein, Schwester, Frau XXX, sie hatte eine Frühgeburt, wie geht es ihr?"Er bekam die gleiche Antwort noch einmal mit der anschliessenden Erklärung: “Da ist noch ein kleines Mädchen hinterhergekommen!” Da mußte Papa sich erst einmal setzen.

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