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Rudolf Diesel

Im Kapitel „Rudolf Diesel“ erfahren wir mehr über den Erfinder des Dieselmotors.

Rudolf Diesel wurde am 18. März 1858 von deutschen Eltern in Paris geboren, wo sein Vater eine kleine Lederwarenfabrik hatte. Seine Kindheit verbrachte er in Paris und Umgebung. Mit neun Jahren machte er bei der Weltausstellung in Paris die erste Bekanntschaft mit neuen Maschinen und Motoren. 1870/71 zog die Familie unter den Kriegseinwirkungen von Paris nach London. Hier bewunderte Rudolf Diesel im berühmten Science Museum Originale und Modelle der Dampfmaschinen von Watt, Savery, Newcomen und Trevithik. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Situation wurde Rudolf Diesel zu seinem Onkel Christoph Barnickel nach Augsburg geschickt, der an der örtlichen Gewerbeschule Mathematik unterrichtete. 1872 entschloss sich Rudolf Diesel, ,,Mechaniker" (Ingenieur)zu werden und besuchte nach der Gewerbeschule die Ingenieurschule in Augsburg. 1875 begann er sein Studium am Polytechnikum in München. Seinen Abschluss machte er im Januar 1880 an der Technischen Hochschule München mit der besten Leistung seit Bestehen der Hochschule. Bereits während seines Studiums beschäftigte sich Rudolf Diesel mit der Dampfmaschine, die einen großen Einfluss auf die Industrialisierung hatte, aber zu viel Energie verbrauchte. 1892 kam Rudolf Diesel die Idee einer neuen ,,Wärmekraftmaschine", die effektiver mit Energie umging. Mit finanzieller Beteiligung der Firma Friedrich Krupp entwickelt er seinen Dieselmotor und baute im Jahre 1897 das erste funktionstüchtige Modell. Dieser Motor verbrauchte sehr viel weniger Kraftstoff und hatte eine Leistung von 20 PS. Heute steht er im Deutschen Museum in München. Danach war der Siegeszug des Dieselmotors nicht mehr aufzuhalten. Am 1. Januar 1898 wurde die “Dieselmotorenfabrik Augsburg” gegründet. 18 Monate später die “Allgemeinen Gesellschaft für Dieselmotoren”. 1903 entstanden die ersten Motorschiffe mit Dieselmotor. 1908 wurden der erste Klein-Dieselmotor, der erste Lastwagen und die erste Diesellokomotive gebaut. Doch der geniale Ingenieur eignete sich nicht zum Geschäftsmann. Er verlor eine Menge Geld, weil er es falsch angelegt hatte.1911 wurde die “Dieselmotorenfabrik Augsburg” wieder aufgelöst.

Obwohl Rudolf Diesel seine Erfindung als Patent angemeldet hatte, behaupteten andere Ingenieure immer wieder, sie hätten einen ähnlichen Motor erfunden. Als 1912 der erste mit einem Dieselmotor angetriebene Ozeandampfer das Meer überquerte, war Rudolf Diesel zwar ein berühmter Mann, aber finanziell und auch gesundheitlich durch die jahrelangen Patentprozesse ruiniert. Am 29. September 1913 fuhr Rudolf Diesel mit einem Postschiff von Antwerpen nach England. Er wollte in London an der Einweihung einer neuen Fabrik für Dieselmotoren teilnehmen. Nachdem er abends gutgelaunt in seine Kabine gegangen war, wurde er nie wieder gesehen. Fischer fanden viele Tage später im Wasser eine Leiche, von der sie einige Gegenstände, unter anderem zwei Ringe, mitnahmen. Die Ringe gehörten Rudolf Diesel. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht geklärt. Manche glauben an Selbstmord, die Familienangehörigen vermuten einen Mord.
1936 wurde der Pkw-Dieselmotor erstmals serienmäßig im Mercedes-Benz Typ 260-D eingebaut.

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