Concetti Chiave
- Die Dekadenz beschreibt eine kulturelle Tendenz an der Jahrhundertwende, die durch ein Bewusstsein des Epochenverfalls und eine innere Krise gekennzeichnet ist.
- Der Impressionismus entstand als Maltechnik, die von Claude Monets Gemälde "L'impression. Le soleil levant" inspiriert wurde und durch den Verzicht auf Umrisse und die Betonung flüchtiger Eindrücke charakterisiert ist.
- Impressionistische Literatur setzt auf die Aneinanderreihung subjektiver Eindrücke und verwendet Stilmittel wie Parataxe und inneren Monolog, um Gefühle detailliert auszudrücken.
- Die Psychoanalyse von Sigmund Freud spielte eine wichtige Rolle im deutschen Impressionismus und beeinflusste viele Dichter in ihrer künstlerischen Entwicklung.
- Der Impressionismus legt Wert auf subjektive Eindrücke und das innere Erleben, was ihn von der fotorealistischen Darstellung der Realität unterscheidet.
Die Dekadenz und ihre Auswirkungen
Die Dekadenz ist eine kulturelle Tendenz der Jahrhundertwende, die aus dem Bewusstsein entsteht, zu einer Epoche des Verfalls zu gehören. Die schnelle Entwicklung von Technik und Industrie hatte zur Verbreitung des Wohlstandes geführt, aber hinter der glanzvollen Fassade fühlten die sensibelsten Seelen ein „Wertevakuum", eine geistige Krise und deswegen flohen sie aus der Wirklichkeit und suchten nach einem raffiniertem Lebensstil. Sie fühlten sich schwach und müde, unfähig zu handeln und zu leben.
Der Ursprung des Impressionismus
Der Impressionismus ist am Anfang eine Maltechnik. Der Name kommt von einem Bild von Claude Monet, "L'impression. Le soleil levant", das 1874 beim Photographen Nadar in Paris ausgestellt wurde. Für das Gemälde hat Monet eine neue Technik verwendet: keine Zeichnung, keine Umrisse, sondern rasche, sichere Strichen, Farbflecken und Farbtupfen. Durch diese neue Technik verliert die Oberfläche ihre Glätte und dadurch kann der Maler, der en plein air arbeitet, den Augenblick darstellen, eine momentane, flüchtige Erscheinung. Der Künstler will nämlich die Wirklichkeit darstellen, aber nicht fotographisch, nicht wie sie ist, sondern wie sie aussieht. Er stellt die Realität nach dem Eindruck dar (daher der Name “Impressionismus"). Das heißt, die Eindrücke sind wichtiger als die dargestellten Gegenstände, das innerliche Leben wichtiger als die materiellen Dinge. Nicht die aufgehende Sonne ist wichtig, sondern die Weise, wie der Maler dieses Phänomen erlebt.
Techniken und Stilmittel des Impressionismus
Diese Stilrichtung der französischen Malerei wurde auf die Literatur übertragen. Vor allem in der Lyrik wird die Realität als Sequenz einzelner subjektiver Eindrücke erfasst. Den Pinselstrichen der Malerei entspricht die Aneinanderreihung von Bildern. Stimmungen und Eindrücke sind wichtiger als die dargestellten Dinge;
die exakte Analyse von Empfindungen und Gefühlen ist interessanter als die nackte Fotografie der Wirklichkeit. Man benutzt den Ausdruck “Sekundenstil", um die Technik der impressionistischen Dichtung zu beschreiben. Wie die Naturalisten durch den Sekundenstil die Wirklichkeit mit Genauigkeit, Sekunde
nach Sekunde, wie in einem Film darstellten, so benutzen die Impressionisten einen Sekundenstil, wodurch sie die subjektiven Eindrücke in allen Details, Sekunde nach Sekunde, schildern. Um dieses Ziel zu erreichen
verwenden sie bestimmte Stilmittel, wie die Parataxe, die erlebte Rede, den inneren Monolog, die Synästhesie, die freien Rhythmen, das Oxymoron. Natürlich ist die Lyrik die bevorzugte Gattung, da man damit Gefühle und Empfindungen besser ausdrücken kann und die Seele des Menschen tiefer untersuchen
kann.
Einfluss der Psychoanalyse auf den Impressionismus
In diesem Zusammenhang muss man behaupten, dass die Psychoanalyse von Sigmund Freud für den deutschen Impressionismus besonders wichtig war.
Viele deutsche Dichter fangen ihre dichterische Tätigkeit als Impressionisten an und gelangen später zu anderen Auffassungen der Kunst (Rainer Maria Rilke und Thomas Mann, zum Beispiel).
Domande da interrogazione
- Was ist die Dekadenz und wie beeinflusste sie die Gesellschaft zur Jahrhundertwende?
- Wie entstand der Impressionismus und was zeichnet ihn aus?
- Welche Techniken und Stilmittel sind charakteristisch für den impressionistischen Stil in der Literatur?
- Welche Rolle spielte die Psychoanalyse im deutschen Impressionismus?
Die Dekadenz ist eine kulturelle Tendenz, die aus dem Bewusstsein eines Epochenverfalls entsteht. Trotz des Wohlstands durch technische und industrielle Entwicklungen fühlten sich viele Menschen in einer geistigen Krise und suchten nach einem raffinierten Lebensstil, da sie sich schwach und unfähig fühlten, zu handeln und zu leben.
Der Impressionismus begann als Maltechnik, inspiriert von Claude Monets Gemälde "L'impression. Le soleil levant". Diese Technik verzichtet auf Umrisse und setzt auf rasche Striche und Farbflecken, um flüchtige Eindrücke darzustellen. Der Fokus liegt auf subjektiven Eindrücken statt auf der fotorealistischen Darstellung der Realität.
In der Literatur wird der Impressionismus durch die Aneinanderreihung subjektiver Eindrücke und die Verwendung von Stilmitteln wie Parataxe, erlebte Rede, innerer Monolog und Synästhesie charakterisiert. Diese Techniken ermöglichen es, Gefühle und Empfindungen detailliert und in freien Rhythmen auszudrücken.
Die Psychoanalyse von Sigmund Freud war für den deutschen Impressionismus besonders wichtig. Viele deutsche Dichter, wie Rainer Maria Rilke und Thomas Mann, begannen als Impressionisten und entwickelten später andere künstlerische Auffassungen, beeinflusst durch die tiefere Untersuchung der menschlichen Seele.