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Svizzera - Previsioni elezioni 2011 Appunti scolastici Premium

Materiale didattico per il corso di Politica comparata del prof. Marco Giuliani. Trattasi di uno studio redatto in lingua tedesca riguardante alcune previsioni sui risultati elettorali delle consultazioni che si terranno in Svizzera nel 2011, a cura dell'istituto di ricerca gfs.bern.

Esame di Politica comparata docente Prof. M. Giuliani

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Bei der CVP-Wählerschaft führen Probleme mit dem Gesundheitswesen die

Liste an. Im Vergleich zur gesamten Schweizer Wählerschaft zeigt sich die

CVP-Wählerschaft in Bezug auf Schule und Bildung, Sicherheit und Gewalt, die

Wirtschaftsentwicklung, EU und Europa, die Sozialversicherungen sowie das

Gesundheitswesen überdurchschnittlich besorgt. Deutlich unter dem Durch-

schnitt liegen in diesem Wählersegment hingegen Probleme rund um die Mig-

ration, was jedoch nicht bedeutet, dass diese unwichtig sind, kommen sie doch

knapp hinter den Bedenken zum Gesundheitswesen auf den zweiten Rang zu

liegen. Ebenfalls unterdurchschnittlich dringlich erachtet man hier Reformen

beim Bund als notwendig.

Grafik 11:

Dringendstes Problem nach Parteien: CVP

"Welches ist Ihrer Meinung nach das dringendste Problem, das die schweizerische Politik heute lösen soll?"

in % Wahlberechtigter, welche CVP wählen wollen 13 6

Migration, Ausländer, Integration, Asyl und Flüchtlinge 11 10

Krankenkassen und Gesundheitswesen 6 11

Arbeitslosigkeit 9 9

AHV, soziale Sicherheit, Rentenalter, BVG, neue Armut 10 4

EU und Europa 8 4

Umwelt (Klima) 1. Nennung

2

4

Reformen Bund 4 3

Steuern und Finanzen 2. Nennung

5 11

Schulen, Bildung, Forschung 6

5

(Un)Sicherheit, Gewalt, Kriminalität 5

4

Wirtschaftsentwicklung, Konjunktur, Rezession, Inflation 3 2

Familie 4

Löhne, Lohnunterschiede 6 8

Anderes 19

8

weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 183)

 20

Wenig überraschend und klar überdurchschnittlich sorgen sich die potenziellen

GLP-WählerInnen in erster Linie um die Umwelt und das Klima. Somit gelang

es der GLP sich als zweite Umweltpartei zu etablieren, wobei der Vergleich mit

der Problemlage der GPS-Wählerschaft aufzeigen wird, wo die Unterschiede

der beiden Parteien in der Wahrnehmung der WählerInnen liegen. Die zweit-

grösste Herausforderung ist bei den GLP-WählerInnen die EU - und zwar mit

einer Deutlichkeit, wie bei keiner anderen untersuchten Partei. Ebenfalls über

den Werten der Gesamtwählerschaft kommen Probleme rund um Bildung und

Reformen beim Bund zu liegen. Klar weniger Probleme sieht man in der GLP-

Wählerschaft in Bezug auf wirtschaftliche Grössen: Arbeitslosigkeit, Steuern

und Finanzen, die Wirtschaftsentwicklung und auch Lohnfragen kommen hier

klar unter dem Durchschnitt zu liegen. Probleme rund um Migration werden

von dieser Wählergruppe am wenigsten genannt.

Grafik 12:

Dringendstes Problem nach Parteien: G

L

P

"Welches ist Ihrer Meinung nach das dringendste Problem, das die schweizerische Politik heute lösen soll?"

in % Wahlberechtigter, welche GLP wählen wollen 7 8

Migration, Ausländer, Integration, Asyl und Flüchtlinge 14 3

Krankenkassen und Gesundheitswesen 4 1

Arbeitslosigkeit 5 8

AHV, soziale Sicherheit, Rentenalter, BVG, neue Armut 14 18

EU und Europa 27 9

Umwelt (Klima) 12 6

Reformen Bund 1. Nennung

3

1

Steuern und Finanzen 8 7

Schulen, Bildung, Forschung 2. Nennung

4

(Un)Sicherheit, Gewalt, Kriminalität 2 1

Wirtschaftsentwicklung, Konjunktur, Rezession, Inflation 3

Familie 2

1

Löhne, Lohnunterschiede 5 17

Anderes 10

weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 54)

 21

Das Themenprofil der GPS-Wählerschaft wird auch klar von Problemen rund

um die Umwelt angeführt und zwar noch deutlicher als jenes der GLP-

Wählerschaft. Ganz im Unterschied zu dieser sorgen sich WählerInnen der GPS

jedoch an zweiter Stelle und klar überdurchschnittlich auch um Arbeitslosigkeit

und die Sozialversicherungen. Die Aufschlüsselung der sozioökonomischen

Profile der Wählerschaften der beiden Öko-Parteien, wird aufzeigen, dass hier

Unterschiede bestehen, die diesen Sachverhalt zu erklären vermögen. Klar

unterdurchschnittlich sorgen sich aber auch die Grünen um Migrationsfragen,

die innerhalb dieser Partei jedoch nichtsdestotrotz auf dem dritten Rang der

Probleme zu liegen kommen. Weiter sorgt man sich weniger als in der

gesamten Wählerschaft um die EU, das Gesundheitswesen, Reformen beim

Bund, Steuern und Finanzen sowie Sicherheit und Gewalt.

Grafik 13:

Dringendstes Problem nach Parteien: GPS

"Welches ist Ihrer Meinung nach das dringendste Problem, das die schweizerische Politik heute lösen soll?"

in % Wahlberechtigter, welche GPS wählen wollen 7

11

Migration, Ausländer, Integration, Asyl und Flüchtlinge 4

9

Krankenkassen und Gesundheitswesen 11 13

Arbeitslosigkeit 7 11

AHV, soziale Sicherheit, Rentenalter, BVG, neue Armut 6

4

EU und Europa 13

30

Umwelt (Klima) 1

Reformen Bund 1. Nennung

3

Steuern und Finanzen 3

4

Schulen, Bildung, Forschung 2. Nennung

1 3

(Un)Sicherheit, Gewalt, Kriminalität 3 2

Wirtschaftsentwicklung, Konjunktur, Rezession, Inflation 4

2

Familie 2 3

Löhne, Lohnunterschiede 13 13

Anderes 3 14

weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 133)

 22

Das Muster der Problemen bei SP-WählerInnen kommt jenem der

Gesamtwählerschaft klar am nächsten. So ist die SP-Wählerschaft von allen

linken Wählerschaften die einzige Gruppe, die Probleme im Zusammenhang

mit Migration am häufigsten nennt. Die Werte entsprechen dabei fast jenen der

Gesamtwählerschaft. Leicht überdurchschnittlich Probleme bereiten in diesem

Milieu mit der Arbeitslosigkeit, den Sozialversicherungen, der EU, den Steuern

und Finanzen, der Bildung, der Familie und den Löhnen klassisch soziale

Themen. Unterdurchschnittlich sorgt man sich um das Gesundheitswesen,

Reformen beim Bund, Sicherheit und Gewalt.

Grafik 14:

Dringendstes Problem nach Parteien: SP

"Welches ist Ihrer Meinung nach das dringendste Problem, das die schweizerische Politik heute lösen soll?"

in % Wahlberechtigter, welche SP wählen wollen 18 15

Migration, Ausländer, Integration, Asyl und Flüchtlinge 9 8

Krankenkassen und Gesundheitswesen 9 9

Arbeitslosigkeit 11 11

AHV, soziale Sicherheit, Rentenalter, BVG, neue Armut 10 6

EU und Europa 4 8

Umwelt (Klima) 1. Nennung

3 3

Reformen Bund 2 9

Steuern und Finanzen 2. Nennung

3 5

Schulen, Bildung, Forschung 3 2

(Un)Sicherheit, Gewalt, Kriminalität 3 4

Wirtschaftsentwicklung, Konjunktur, Rezession, Inflation 5 2

Familie 4 4

Löhne, Lohnunterschiede 6 8

Anderes 10 6

weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 265)

 2.2.3. Parteienkompetenz zur Problemlösung

Die Frage nach den dringendsten Problemen der Wählerschaft wurde mit der

Frage nach der Kompetenz der Parteien, diese zu lösen, abgerundet. Als priori-

tär werden dabei die ersten sechs von der Gesamtwählerschaft genannten

Probleme erachtet. Diese Betrachtungsweise erlaubt eine weitere Zuspitzung

des Themenprofils der Parteien und zeigt als Erstes auf, dass sowohl bei der

GPS als auch bei der SVP ein Thema dominiert, während das Themenprofil der

übrigen Parteien weniger deutlich gefärbt ist. So schreiben 63 Prozent der

Wahlberechtigten mit bestimmter Teilnahmeabsicht der SVP zu, dass sie am

meisten zur Lösung der Probleme im Zusammenhang mit Migrationsfragen

beiträgt. Am Rande wird von zehn Prozent der Wahlberechtigten auch der SP

und der FPD (6%) eine Problemlösungskompetenz auf diesem Gebiet zuge-

schrieben. Daneben fallen die GPS, die GLP, die CVP und die BDP mit je nur

gerade einem Prozent deutlich ab.

In Bezug auf Probleme im Gesundheitswesen wird mit 31 Prozent am ehesten

der SP zugeschrieben, dass sie etwas zur Lösung des Problems beitragen

kann. Eine relative Mehrheit von 43 Prozent der teilnahmewilligen Wählerschaft

glaubt jedoch, dass alle Parteien gleich zur Lösung der Probleme im Gesund-

heitswesen beitragen. Zu je zehn Prozent werden auch der FDP und der CVP

23

Kompetenzen in diesem Bereich zugeschrieben, am Rande auch der GPS (3%),

der BDP und der SVP (je 1%).

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit: Eine

relative Mehrheit der Teilnehmenden (39%) sehen bei allen Parteien gleicher-

massen eine Kompetenz zur Problemlösung, 31 Prozent am ehesten bei der

SP, 11 Prozent bei der SVP, 10 Prozent bei der FDP und 7 Prozent bei der CVP.

Den beiden jüngsten Mitte-Parteien (GLP und BDP) wird in diesem Bereich

keine Kompetenz zugeschrieben.

Mit Fragen der sozialen Sicherheit und der Sozialwerke betrauen die Wahlbe-

rechtigten in einer relativen Mehrheit am ehesten die SP (35%). Die FDP

geniesst mit 14 Prozent noch eine mittlere Zuschreibung von

Problemlösungskompetenz in Bezug auf die Sozialwerke, genau wie die SVP

mit 12 Prozent. Nur gering fällt der Anteil der CVP mit sechs Prozent aus.

In Problemen rund um die EU und Europa vertraut man, wohl aus ganz unter-

schiedlichen Gründen, am ehesten der SVP (30%) und der FDP (26%) oder

allen Parteien gleichermassen (20%). Mittlere Problemlösungskompetenz wird

in Europa-Fragen der SP zugeschrieben (14%) und nur geringe der CVP (6%)

sowie der BDP (3%).

Die Umweltfrage schliesslich verleiht die Wählerschaft eindeutig der GPS die

höchste Themenkompetenz (58%). Nicht zu verachten sind auch die 12 Prozent

der GLP, die sich somit hier als erster Konkurrent neben der SP (11%) in dieser

Frage behaupten kann. Nur klar minderheitlich werden der SVP und der FDP (je

3%) sowie der CVP (2%) Lösungen auf diesem Gebiet zugetraut.

Grafik 15:

Filter Kompetenz der Parteien in prioritären Themen

"Reden wir jetzt vom Problem, das für Sie das Dringendste ist, also das Sie zuerst genannt haben. Welche Partei trägt Ihrer

Meinung nach am meisten zur Lösung des Problems bei?"

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen und für die das Thema prioritär ist

Migration, Ausländer, Integration, 10 1 6 63

17 1

1

1

Asyle&Flüchtlinge

Krankenkassen und 10 1

31 3 1 43 1

10

Gesundheitswesen 10 11

31 2 39 7

Arbeitslosigkeit

AHV, soziale Sicherheit, 2

35 6 14 12

31

Rentenalter, BVG, neue Armut 26 30

14 3 1 20 6

EU und Europa 58 12 3 8 2 3 3

11

Umwelt (Klima)

SP GPS GLP Andere Parteien keine Partei / alle gleich CVP BDP FDP SVP

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

 Diese Art der Betrachtung der Problemlösungskompetenz der einzelnen Par-

teien nach Themen lässt eine weitere spannende Interpretation zu: Gemessen

an ihren aktuellen Wähleranteilen vermögen, mit Ausnahme der CVP und der

BDP, alle Parteien in Sachfragen mehr als ihre Stammwählerschaft zu überzeu-

24

gen. Der SVP gelingt dies in Migrations- und Europafragen, der SP in Bezug auf

soziale Sicherheit, Arbeitslosigkeit sowie Gesundheitsfragen. Den Grünen und

der GLP reicht es nur in Umweltfragen, dafür aber mit deutlichem Abstand. Die

quantitative Verdichtung dieser Aussagen bildet nachfolgende Grafik 16, wel-

che die durchschnittliche Themenkompetenz der Parteien in den sechs prioritä-

ren Themen aufzeigt. Da die SP gleich in drei Sachfragen hohe Werte erzielt, ist

sie die Partei mit der aktuell höchsten Themenkompetenz (22%), dicht gefolgt

von der SVP mit durchschnittlich 20 Prozent. Die FDP erreicht insbesondere

Dank der zugeschriebenen Kompetenz in EU-Fragen 11.5 Prozent, die CVP we-

gen geringer zugeschriebener Themenkompetenz in den ausgewählten The-

men gerade durchschnittlich 5.3 Prozent. Die GPS kann sich dank der hohen

zugeschriebenen Themenkompetenz in Umweltfragen mit durchschnittlich 10.3

Prozent im Mittelfeld einreihen, GLP (2.5%) und BDP (0.3%) finden sich auf

den Schlussrängen betreffend der untersuchten Themen.

Die gute Bilanz der SP betreffend ihrer Themenkompetenz über verschiedene

Themenfelder hinweg, wird durch den Umstand, dass sie ausgerechnet beim

dringlichsten Problem ihrer Wählerschaft (Migration) verglichen mit den

anderen prioritären Themen am schlechtesten abschneidet, etwas getrübt.

Grafik 16:

Filter durchschnittliche Kompetenz der Parteien in prioritären

Themen

"Reden wir jetzt vom Problem, das für Sie das Dringendste ist, also das Sie zuerst genannt haben. Welche Partei trägt Ihrer

Meinung nach am meisten zur Lösung des Problems bei?"

% Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen (gemittelte Werte)

in Andere Parteien

1.5 SVP

20.0

keine Partei/alle gleich

26.6

BDP

0.3 SP

GLP 22.0

2.5 GPS

10.3 CVP FDP

5.3 11.5

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

 Wahlentscheidungen sind komplexe Prozesse, bei denen Sachfragen und

Themen kurzfristig wichtige Pfeiler sein können; aber sie sind nicht alleinent-

scheidend. Auch Personen, die im folgenden Kapitel behandelt werden sollen,

können Wahlentscheidungen kurzfristig massgeblich beeinflussen. 25

2.3. Personen und Wahlkampf

2.3.1. Glaubwürdigkeit der Parteipräsidenten

Das Glaubwürdigkeits-Rating wird angeführt vom Parteipräsidenten der FDP,

Fulvio Pelli. Dieser wird von 55 Prozent der Wählerschaft mit bestimmter

Teilnahmeabsicht als glaubwürdig eingestuft, während ihn minderheitliche 15

Prozent als unglaubwürdig taxieren und 16 Prozent keine gefestigte Meinung

betreffend seine Person haben. Bei dieser hohen Glaubwürdigkeit ist Fulvio

Pelli gleichzeitig die Person, die am wenigsten bekannt ist: Neun Prozent der

teilnehmenden Wählerschaft kennen ihn nicht. Auf dem zweiten Rang folgt mit

Christophe Darbellay, CVP-Parteipräsident, ein weiterer Exponent der politi-

schen Mitte. Mit Glaubwürdigkeitsvoten von 51 Prozent wird auch er mehrheit-

lich positiv eingeschätzt. Lediglich eine relative Mehrheit von 49 Prozent hält

den SP-Parteipräsidenten Christian Levrat für glaubwürdig. Das Schlusslicht

bildet schliesslich Toni Brunner, wobei der SVP-Parteipräsident von immerhin

einem Drittel der bestimmt teilnehmenden Wahlberechtigten als unglaubwür-

dig eingestuft wird. Nichtsdestotrotz wird auch er von einer relativen Mehrheit

von 44 Prozent als glaubwürdig eingeschätzt. Somit sind die beiden Expo-

nenten der Pol-Parteien (Brunner und Levrat) zwar leicht bekannter als jene der

Mitte Parteien (Darbellay und Pelli), jedoch werden die Exponenten der Mitte-

Parteien CVP und FDP als glaubwürdiger eingestuft.

Grafik 17:

Filter Glaubwürdigkeit Parteipräsidenten

"Ich nenne Ihnen jetzt einige Namen von PolitikerInnen in der Schweiz. Sagen Sie mir bitte jedes Mal, wie glaubwürdig dieser

Politiker oder diese Politikerin für Sie ist. -5 bedeutet dabei, dass die Person für Sie gar nicht glaubwürdig ist, und +5, dass sie

sehr glaubwürdig ist. Mit den Zahlen dazwischen können Sie Ihre Meinung abstufen. Wenn Sie die Personen nicht kennen,

sagen Sie das ruhig."

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen

Fulvio Pelli 55 16 15 9 5

4

Christophe Darbellay 51 19 19 7

Christian Levrat 49 16 23 8 4

Toni Brunner 44 13 33 7 3

glaubwürdig weder noch nicht glaubwürdig kenne Person nicht weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

 Die Einschätzung der Glaubwürdigkeit der Parteipräsidenten innerhalb der ei-

genen Parteiwählerschaft zeigt ein etwas anderes Bild. Toni Brunner und Fulvio

Pelli sind in ihren eigenen Reihen punkto Glaubwürdigkeit quasi gleichauf;

beide erhalten von 79 Prozent der teilnehmenden SVP- respektive FDP-Wähler-

schaft positive Einschätzungen zu ihrer Glaubwürdigkeit. Auch Christian Levrat

und Christophe Darbellay erhalten zu je 70 Prozent mehrheitlich positive Voten.

26

Grafik 18:

Filter Glaubwürdigkeit Parteipräsidenten bei eigener

Parteiwählerschaft

"Ich nenne Ihnen jetzt einige Namen von PolitikerInnen in der Schweiz. Sagen Sie mir bitte jedes Mal, wie glaubwürdig dieser

Politiker oder diese Politikerin für Sie ist. ? 5 bedeutet dabei, dass die Person für Sie gar nicht glaubwürdig ist, und +5, dass

sie sehr glaubwürdig ist. Mit den Zahlen dazwischen können Sie Ihre Meinung abstufen. Wenn Sie die Personen nicht

kennen, sagen Sie das ruhig."

in % Wahlberechtigter, welche die jeweilige Partei wählen wollen

Fulvio Pelli 3 6

79 9 3

Toni Brunner 5

79 8 4 4

Christian Levrat 7

70 12 3 8

Christophe Darbellay 4

70 13 4 9

glaubwürdig weder noch nicht glaubwürdig kenne Person nicht weiss nicht/keine Antwort

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

 2.3.2. Bester Wahlkampf

Nach Meinung der bestimmt teilnehmenden Wahlberechtigten der Schweiz,

die überhaupt eine Einschätzung abgeben können (39% weiss nicht/keine

Angabe), ist es die SVP, die aktuell und mit Abstand den besten Wahlkampf

führt (35%). Gefolgt wird sie von der FDP, der fünf Prozent der Teilnahmewilli-

gen den besten Wahlkampf zuschreiben. Vier Prozent finden den Wahlkampf

der SP am besten, drei Prozent jenen der CVP. Je ein Prozent der teilnehmen-

den Wählerschaft attestieren den Grünen, den Grünliberalen und der CVP den

besten Wahlkampf und zehn Prozent keiner Partei. 27

Grafik 19:

Bester Wahlkampf

"Wer macht Ihrer Meinung nach den besten Wahlkampf 2011?"

% Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen

in SVP

weiss nicht/keine Angabe 35

39 SP

mehrere Parteien gleich 4

2 FDP

keine Partei 5

GPS

GLP

10 CVP

BDP 1

1

1 3

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

 Dieser Vorsprung der SVP in Bezug auf die Wahlkampfführung bestätigt sich

über alle Parteiwählerschaften hinweg, wie die folgende differenzierte Betrach-

tungsweise aufzeigt: Bei den Wählerschaften sämtlicher Parteien schätzen

relative Mehrheiten den SVP-Wahlkampf als den besten ein. Der parteieigene

Wahlkampf wird einzig von den Wählerschaften der SP, der GPS und der FDP

als annähernd gleich gut wie jener der SVP eingeschätzt. Die Wählerschaften

der übrigen Parteien sind sich der Schwächen des Wahlkampfs der eigenen

Partei gegenüber der SVP scheinbar bewusst. 28

Grafik 20:

Bester Wahlkampf nach Parteibindung

"Wer macht Ihrer Meinung nach den besten Wahlkampf 2011?"

in % Wahlberechtigter mit jeweiliger Parteipräferenz, die bestimmt teilnehmen wollen weiss nicht/keine

Angabe

22 mehrere Parteien gleich

28

32 38

45 1

47 keine Partei

50 4

1 2 59

1 BDP

15

15 4 GLP

2 9

4 12

6

2 10 2

9 GPS

5

2

12

1 2

4 16 3

1 21

1 69 CVP

1 19

2

19 16 2 FDP.Die Liberalen

2

37 37

2 2

2

28 24 SP

19 17 14 SVP

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP keine

Liberalen Partei

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n=855)

 2.3.3. Schwerpunktthema: Die Situation des Schweizer Mittelstandes

Für den Januar 2011 wurde das Schwerpunktthema "Schweizer Mittelstand" ins

Zentrum gerückt, da dieses Thema im Vorwahlkampf und allgemeiner in der

politischen Agenda als wahrer Dauerbrenner präsent ist. Konkret wurden vier

Aussagen zur Situation des Schweizer Mittelstands den Befragten zur Ein-

schätzung vorgetragen.

Interessant ist dabei besonders der Umstand, dass sich durchschlagende 87

Prozent der Schweizer Wahlberechtigten selbst dem Mittelstand zugehörig

fühlen. Dies verweist auf eine gewisse Schwammigkeit des Begriffes an und

für sich, die auch öffentlichen Statistiken zu dieser Gesellschaftsgruppe zu

schaffen macht. Einerseits ist nicht klar definiert, ob sich Mittelständigkeit über

das Einkommen von Individuen oder Haushalten, die ausgeübte Berufstätigkeit

oder soziale Herkunft definiert. Andererseits ist dieser Begriff stark subjektiv

geprägt und hat über die Zeit einen neuen Inhalt erhalten. So gibt es denn auch

tatsächlich keine offizielle Definition des Begriffs "Mittelstand" und auch Zahlen

dazu sind nicht einfach zu finden. Dies erklärt die hohe Zustimmung der Wahl-

berechtigten zur Zugehörigkeit zum Mittelstand in der Schweiz. Eine gängige

1

, wobei der Mittelstand

Definition geschieht über das Äquivalenzeinkommen

als die mittleren 60 Prozent der Bevölkerung anhand dieses Äquivalenzein-

kommens definiert wird. Somit besteht der Mittelstand per Definition immer

aus 60 Prozent der Bevölkerung. Diese Definition soll lediglich der Unterstrei-

chung des ausserordentlich hohen gemessenen Wertes von 87 dienen.

Mit der Aussage, dass der Schweizer Mittelstand verarme, sind 69 Prozent der

Befragten sehr oder eher einverstanden, 26 Prozent sind gegenteiliger Mei-

1 Das Äquivalenzeinkommen wird berechnet anhand des verfügbaren

Haushaltseinkommens (Gesamteinkommen des Haushalts abzüglich Steuern,

Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien für Grundversicherung

und andere Zwangsabgaben). 29

nung. Weiter glauben mehrheitliche 62 Prozent der Schweizer Wahlberechtig-

ten, dass ein breiter Mittelstand politische Extreme verhindere. 14 Prozent sind

in dieser Frage unsicher, 24 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Schliesslich

unterstützen 62 Prozent der Befragten die Aussage, dass die Politik den Mit-

telstand vernachlässige.

Grafik 21:

Aussagen zur Situation des Schweizer Mittelstandes

"Wir haben einige Aussagen gesammelt, die man über die Situation des Mittelstandes in der Schweiz immer wieder hören

kann. Sagen Sie mir bitte, ob Sie damit jeweils sehr einverstanden, eher einverstanden, eher nicht einverstanden oder

überhaupt nicht einverstanden sind."

"Ich gehöre zum Mittelstand."

Zugehörigkeit Mittelstand

"Der Schweizer Mittelstand verarmt."

Mittelstand verarmt "Eine breite gesellschaftliche Mitte verhindert politische Extreme."

Breiter Mittelstand verhindert Extreme

"Die Politik vernachlässigt den Mittelstand."

Politik vernachlässigt Mittelstand

in % Wahlberechtigter

Zugehörigkeit Mittelstand 50 37 1 9 3

Mittelstand verarmt 34 35 5 20 6

Breiter Mittelstand 27 35 14 15 9

verhindert Extreme

Politik vernachlässigt 26 36 7 22 9

Mittelstand

sehr einverstanden eher einverstanden weiss nicht/keine Antwort

eher nicht einverstanden überhaupt nicht einverstanden

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (N = 2011)

 Besonders interessant in Bezug auf den gewählten Themenfokus dieser Welle

des Wahlbarometers ist der Umstand, dass die Zugehörigkeit zum Mittelstand

weder nach Einkommen noch nach Parteizugehörigkeit divergiert: So zählen

sich 84 Prozent der Wählerschaft mit einem Einkommen unter CHF 3'000

ebenso zum Mittelstand, wie es 83 Prozent mit einem Einkommen von über

CHF 11'000 tun. Die grössten Zugehörigkeitswerte finden sich aber mit 93 und

87 Prozent tatsächlich in den mittleren beiden Einkommensklassen (CHF 5'000

bis 9'000). Die Aussage, der Mittelstand verarme, wird am deutlichsten von

den untersten beiden Einkommensgruppen unterstützt (bis CHF 3'000: 74%

Zustimmung, CHF 3'000 bis 5'000: 73%). Am wenigsten deutlich (57%) von

der höchsten Einkommensklasse. Die Meinungen gehen aber auch hier nur

minim auseinander. Gerade umgekehrt verhält es sich in Bezug auf die Aus-

sage, dass ein breiter Mittelstand politische Extreme verhindere: Bei der Wäh-

lerschaft mit den tiefsten Einkommen findet diese Aussage keine mehrheitliche

Unterstützung (47%), während jene mit den höchsten Einkommen diese Aus-

sage zu 74 Prozent stützen. Dass die Politik den Mittelstand vernachlässige,

bekräftigen wiederum alle Einkommensgruppen mehrheitlich und geschlossen;

die unteren drei Einkommensklassen sind dabei minim dezidierter mit dieser

Aussage einverstanden (63%, 65%, 64%) als die oberen drei (60%, 61%,

60%). Mit Ausnahme der letzten Aussage (Politik vernachlässigt Mittelstand)

sind alle festgestellten Zusammenhänge zwischen den Aussagen zum Mit-

telstand und dem Einkommen signifikant, wenn auch nicht stark divergierend.

30

Grafik 22:

Aussagen zur Situation des Schweizer Mittelstandes

nach Einkommen

"Wir haben einige Aussagen gesammelt, die man über die Situation des Mittelstandes in der Schweiz immer wieder hören

kann. Sagen Sie mir bitte, ob Sie damit jeweils sehr einverstanden, eher einverstanden, eher nicht einverstanden oder

überhaupt nicht einverstanden sind."

"Ich gehöre zum Mittelstand."

Zugehörigkeit Mittelstand

"Der Schweizer Mittelstand verarmt."

Mittelstand verarmt "Eine breite gesellschaftliche Mitte verhindert politische Extreme."

Breiter Mittelstand verhindert Extreme

"Die Politik vernachlässigt den Mittelstand."

Politik vernachlässigt Mittelstand

in % Wahlberechtigter, die sehr oder eher einverstanden sind 84

81 bis CHF 3'000

93

Zugehörigkeit Mittelstand 89

87

83 CHF 3-5'000

74

73

70 CHF 5-7'000

Mittelstand verarmt 70

72

57 CHF 7-9'000

47 60

Breiter Mittelstand 65

67 CHF 9-11'000

verhindert Extreme 60 74

63 über CHF

65

Politik vernachlässigt 64 11'000

60

Mittelstand 61

60

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (N = 2011)

 Die parteipolitische Analyse der Aussagen zeigt ein sehr ähnliches Muster: Der

Zusammenhang zwischen den einzelnen Aussagen und der Parteibindung ist

für alle Aussagen signifikant, die Einschätzungen differieren aber nur in Aus-

nahmefällen wirklich stark.

Die Zugehörigkeit zum Mittelstand attestieren sich CVP- und FDP-WählerInnen

(CVP: 93%, FDP: 89%) am deutlichsten, GPS- und BDP-WählerInnen am we-

nigsten (GPS: 78%, BDP: 83%). Die Ansicht, dass der Mittelstand verarmt,

wird über alle Parteien hinweg mehrheitlich geteilt; am klarsten von der SVP-

Wählerschaft (71%), am schwächsten von der FDP-Wählerschaft (65%). Eben-

falls von allen Parteianhängerschaften mehrheitlich unterstützt wird die Aus-

sage, dass ein breiter Mittelstand politische Extreme verhindere; am schwächs-

ten, aber auch mehrheitlich, sind SVP-AnhängerInnen mit dieser Aussage ein-

verstanden (58%). Die deutlich grösste Unterstützung erfährt sie im Umfeld der

BDP (83%). Eine Vernachlässigung des Mittelstandes durch die Politik sehen

insbesondere WählerInnen der BDP (66%) und der SVP (64%) als gegeben,

etwas weniger ausdrücklich jene der SP (57%) und FDP (59%). 31

Grafik 23:

Aussagen zur Situation des Schweizer Mittelstandes nach Parteien

"Wir haben einige Aussagen gesammelt, die man über die Situation des Mittelstandes in der Schweiz immer wieder hören

kann. Sagen Sie mir bitte, ob Sie damit jeweils sehr einverstanden, eher einverstanden, eher nicht einverstanden oder

überhaupt nicht einverstanden sind."

"Ich gehöre zum Mittelstand."

Zugehörigkeit Mittelstand

"Der Schweizer Mittelstand verarmt."

Mittelstand verarmt "Eine breite gesellschaftliche Mitte verhindert politische Extreme."

Breiter Mittelstand verhindert Extreme

"Die Politik vernachlässigt den Mittelstand."

Politik vernachlässigt Mittelstand

in % Wahlberechtigter mit jeweiliger Parteipräferenz, die sehr oder eher einverstanden sind 88

89

83

Zugehörigkeit Mittelstand 93

85 SVP

78

71

65 FDP.Die Liberalen

70

Mittelstand verarmt 69

68

70 BDP

58 66

Breiter Mittelstand CVP

83

68

verhindert Extreme 66 69 SP

64

59

Politik vernachlässigt GPS

66

63

Mittelstand 57 62

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (N = 2011)

 In der Verdichtung weisen diese geschlossenen Einschätzungen über alle Aus-

sagen hinweg darauf hin, dass es schwierig ist, den Mittelstand für die Politik

greifbar zu machen oder parteipolitisch motiviert zu mobilisieren. Weder das

Einkommen noch die Parteizugehörigkeit führen zu wirklich unterschiedlichen

Einschätzungen in Bezug auf den fast schon ominösen Mittelstandsbegriff.

Rechts und links sowie in der Mitte zählt man sich zum Mittelstand, nicht nur

parteipolitisch betrachtet, auch auf der Links/Rechts-Achse, was einmal mehr

verdeutlicht, dass die klassischen Stammwählerschaften der Parteien sich neu

verteilt und verändert haben.

2.4. Positionierung Wählerschaften

2.4.1. Links-Rechts-Achse

Die Links-Rechts-Achse kennzeichnet unverändert die wichtigste politische

Konfliktlinie der Schweizer Politik. 32

Grafik 24:

Links/Rechts-Position der Wahlberechtigten Links/Rechts-Position der Wahlberechtigten mit Teilnahmeabsicht

"Links, Mitte, Rechts sind drei Begriffe, die häufig gebraucht werden, um politische Ansichten zu charakterisieren. Können Sie "Links, Mitte, Rechts sind drei Begriffe, die häufig gebraucht werden, um politische Ansichten zu charakterisieren. Können Sie

mir sagen, wo Sie sich selber auf einer Skala sehen, bei der „0“ ganz links, „5“ die Mitte und „10“ ganz rechts bedeutet?" mir sagen, wo Sie sich selber auf einer Skala sehen, bei der „0“ ganz links, „5“ die Mitte und „10“ ganz rechts bedeutet?"

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen

keine Angabe

in % Wahlberechtigter keine Angabe

4 keine Bedeutung

keine Bedeutung 2

7

Links

12 23 Links

27

Rechts

35

Rechts

30 Mitte

31 Mitte

29

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 1229)

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (N = 2011 )

 Gegen 9 von 10 Wahlberechtigte können sich auf ihr positionieren. Unter den

Teilnahmewilligen bei Wahlen sind es sogar 91 Prozent. Bezieht man sich auf

alle Wahlberechtigten gibt es eine Tendenz zur Mitte. Die heute Beteiligungs-

willigen haben eine klarere Position rechts und links davon, wenn auch eher

eine moderate. Die ganz klar Positionierten sind nicht oder nicht stark mobi-

lisiert.

Grafik 25:

Filter Parteiwählerschaften auf der Links/Rechts-Achse

"Links, Mitte, Rechts sind drei Begriffe, die häufig gebraucht werden, um politische Ansichten zu charakterisieren. Können Sie

mir sagen, wo Sie sich selber auf einer Skala sehen, bei der „0“ ganz links, „5“ die Mitte und „10“ ganz rechts bedeutet?"

in % Wahlberechtigter mit jeweiliger Parteipräferenz, die bestimmt teilnehmen wollen SP

58 GPS

47 GLP

26 CVP

24 BDP

23 21

19

10 FDP.Die Liberalen

12

8 8

7 SVP

3

5 2

3 4 1 1

4

1 Links Mitte Rechts

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Die gegenwärtige Wählerschaft der SVP ist am klarsten rechts angesiedelt.

Mitte-rechts halten sich die Wählenden der FDP; ähnlich verteilen sich jene der

BDP. Zentriert ist die die CVP-Wählerschaft, während die GLP unter den Wahl-

berechtigten mit Beteiligungsabsicht ein Mitte-Links-Profil hat.

Mit Abstrichen deuten sich drei Lager ab: Die klar positionierte rechte SVP, die

ebenso deutlich platzierten Linksparteien SP und GPS, die alle etwas isoliert

wirken, und die Mitte mit FDP, CVP, GLP und BDP. 33

Die Veränderungen gegenüber dem letzten Wahlbarometer sind gering, aber

symptomatisch. Rechts zugelegt hat namentlich die SVP. Links sind GPS und

GLP etwas gewachsen, während sich in der Mitte kaum etwas bewegt hat.

Grafik 26:

Links/Rechts-Position der Parteiwählerschaften 2007/2011 im

Vergleich

"Links, Mitte, Rechts sind drei Begriffe, die häufig gebraucht werden, um politische Ansichten zu charakterisieren. Können Sie

mir sagen, wo Sie sich selber auf einer Skala sehen, bei der „0“ ganz links, „5“ die Mitte und „10“ ganz rechts bedeutet?"

in Mittelwerten Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben

2011 BDP

GPS FDP

SP GLP SVP

CVP

Links Rechts

Mitte SVP

CVP

GPS FDP

SP

2007 GLP

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855)

 Im Zeitvergleich zu 2007 ist das Spektrum Mitte-Rechts durch das Auftreten

der BDP etwas umkämpfter. Mitte-links hat sich die GLP etabliert. Die SP ist

etwa gleich klar positioniert, während GPS auf der linken und SVP auf der rech-

ten Seite ein wenig ins Zentrum gerückt sind. Das kann sich aber auch noch än-

dern, noch zuletzt deshalb, weil die Mobilisierung der am klarsten positionierten

WählerInnen erfahrungsgemäss erst gegen den Schluss erfolgt.

Alles in allem spricht diese Auswertung dafür, dass sich das linke Wählerspekt-

rum vermehrt differenziert. SP und GPS sind die zentralen Akteure, doch sind

sie anders als 2003 nicht mehr wachsend. Die wesentliche Ursache findet sich

bei der GLP, die politisch mehr mit der Mitte kämpft, dem rotgrünen Lager aber

gemässigt linke WählerInnen entzieht. Das hat aber auch zur Folge, dass das

Zentrum zwar elektoral etwas stärker, organisatorisch aber vielfältiger gewor-

den ist, während die Rechte nun unwesentlich verändert von der SVP dominiert

wird.

2.4.2. Werthaltungen

So klar die Links/Rechts-Achse die zentrale Dimension des politischen Konflikts

ist, so klar ist auch, dass sie seit Jahren nicht mehr die einzig möglich darstellt.

Neue Themen – insbesondere die Ökologie, die Migration, aber auch die Indivi-

dualisierung – sind hinzugekommen und haben die Wertepolaritäten im

schweizerischen Parteiensystem jenseits von Interessenfragen im Staat erwei-

tert.

Die klarste Polarität zwischen einer einzelnen Partei und den restlichen grösse-

ren Parteien ergibt sich seit längerem bei der Werthaltung "Öff-

nen/Verschliessen". 34

Diese Polarität wird vorerst gleich aufgespannt wie die Links/Rechts-Achse,

denn auch hier sind die SVP einerseits, die SP anderseits die Polparteien. Die

FDP neigt etwas verstärkt zur Öffnung der Schweiz als die Mitte und deckt

damit das rechte Potenzial in dieser Hinsicht am besten ab. Die GPS und die

GLP befinden sich zwischen FDP und SP, während die CVP und die BDP das

Feld zwischen FDP und SVP füllen. Das Mittel der Wahlberechtigten liegt nahe

bei der durchschnittlichen CVP-Wählerschaft.

Wertepolaritäten, die von dieser Analyse geprägt sind, sind in erster Linie bei

allen Fragen des Verhältnisses zum Ausland und zu AusländerInnen zu erwar-

ten.

Grafik 27:

Zweidimensionale Positionierung der Wählerschaft: "Links/Rechts"

und "Öffnen/Verschliessen"

"Bitte sagen Sie mir, was Sie sich für die Schweiz wünschen. Wenn Sie mit dem ersten Teil der Vorgabe übereinstimmen,

wählen Sie die Zahl „1“ oder nahe bei „1“. Wenn Sie mit dem zweiten Teil der Vorgabe übereinstimmen, wählen Sie die Zahl

„6“ oder eine Zahl nahe bei „6“.

"Möchten Sie eine Schweiz, die sich vermehrt nach Aussen öffnet, oder eine Schweiz, die sich vermehrt verschliesst?"

in Mittelwerten Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen

und eine Parteipräferenz haben Öffnen

SP GLP CVP

Grüne FDP.Die Liberalen

CH total

BDP SVP

Links Rechts

Verschliessen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011

(SP n = 154; GPS n = 75; GLP n = 44; CVP n = 110; BDP n = 22;

FDP.Die Liberalen n = 151; SVP n = 255) Etwas geringer sind die Differenzierungen entlang der beiden anderen Werte-

polaritäten, jener zwischen Eigen- und Kollektivverantwortung und jener zwi-

schen Umweltschutz und Wachstum. Die Reihung der Parteien, die wir in die-

sen beiden Themen aufgrund der Präferenzen ihrer WählerInnen skizzieren

können, entspricht im Übrigen praktisch jenen auf der Links/Rechts-Achse.

Das alles heisst aber nicht, dass die Werthaltungen, die so angesprochen wer-

den, bei Wahlen unerheblich sind. Sie sind eher geeignet auszudrücken, was

man unter links oder rechts verstehen kann. Das würde dann dafür sprechen,

dass man sich rechts durch eine klare anti-etatistische oder anti-ökologische

Position profilieren kann, während links ökologische oder auch staatsnahe

Wertmuster von Vorteil sein können. Das gilt insbesondere dort, wo es um

Abgrenzungen im eigenen Lager geht und man die Rolle der Polpartei innehat

oder sich genau von dieser unterscheiden muss. 35

Grafik 28:

Zweidimensionale Positionierung der Wählerschaft: "Links/Rechts" Zweidimensionale Positionierung der Wählerschaft: "Links/Rechts"

und "Umweltschutz/Wohlstand" und "Einzelne(r)/Staat verantwortlich"

"Bitte sagen Sie mir, was Sie sich für die Schweiz wünschen. Wenn Sie mit dem ersten Teil der Vorgabe übereinstimmen, "Bitte sagen Sie mir, was Sie sich für die Schweiz wünschen. Wenn Sie mit dem ersten Teil der Vorgabe übereinstimmen,

wählen Sie die Zahl „1“ oder nahe bei „1“. Wenn Sie mit dem zweiten Teil der Vorgabe übereinstimmen, wählen Sie die Zahl wählen Sie die Zahl „1“ oder nahe bei „1“. Wenn Sie mit dem zweiten Teil der Vorgabe übereinstimmen, wählen Sie die Zahl

„6“ oder eine Zahl nahe bei „6“. „6“ oder eine Zahl nahe bei „6“.

"Möchten Sie eine Schweiz, wo der Umweltschutz wichtiger ist als der wirtschaftliche Wohlstand, oder eine Schweiz, wo der "Möchten Sie eine Schweiz, wo vor allem der/die Einzelne für sich Verantwortung trägt, oder eine Schweiz, wo vor allem der Staat für

wirtschaftliche Wohlstand wichtiger ist als der Umweltschutz?" alle Verantwortung übernimmt?"

Umweltschutz Einzelne(r)

in Mittelwerten Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen in MIttelwerten Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen

wichtiger verantwortlich

und eine Parteipräferenz haben und eine Parteipräferenz haben GLP FDP.Die Liberalen

Grüne GLP SVP

SP CVP BDP

Grüne

CH total

CVP CH total

BDP SP

SVP

FDP.Die Liberalen Links Rechts

Links Rechts Staat

Wohlstand verantwortlich

wichtiger

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011

 

(SP n = 154; GPS n = 75; GLP n = 44; CVP n = 110; BDP n = 22; (SP n = 154; GPS n = 75; GLP n = 44; CVP n = 110; BDP n = 22;

FDP.Die Liberalen n = 151; SVP n = 255) FDP.Die Liberalen n = 151; SVP n = 255)

Vorerst kann man festhalten, dass man die Politik nicht nur auf eine Achse

reduzieren kann. Relevant sind die Interessenlagen auf der Links/Rechts-

Dimension und die Wertepolarität zwischen einer integrierten und einer

selbständigen Schweiz. Dabei ist nicht einmal ganz sicher, ob es sich wirklich

um zwei unabhängige Dimensionen des politischen Raums handelt, gibt es

doch die Kombination "links" und "isolationistisch" parteipolitisch kaum, während

das Pendant "rechts" und "offen" namentlich durch die FDP vertreten wird. Man

kann auch die Interpretation vertreten, dass die Öffnungsthematik in der

Schweiz das rechte politische Lager spaltet und die WählerInnen zu der einen

oder anderen Parteien dieses Spektrums treibt, während das Gleiche links

weniger vorkommt.

2.5. Soziologische Konfliktlinien in der

Parteienlandschaft

In der schweizerischen Parteienlandschaft lassen sich zahlreiche, soziologisch

strukturierte Differenzierungen ausmachen. Erwähnt seien die Schicht, die

Region, die Konfession sowie das Alter und das Geschlecht.

Genau genommen müsste diese Frage kantonal behandelt werden, denn auch

das Wahlsystem hat einen Einfluss auf die Eigenschaften der Parteienland-

schaft. So beeinflusst die Grösse des Wahlkreises die Zahl der relevanten Par-

teien und damit auch Wahlmöglichkeiten. Doch können wir das mit dem vorlie-

genden Untersuchungsdesign nicht leisten, weshalb wir entsprechende Aus-

führungen hier weglassen. 36

Grafik 29:

Aktuelle Parteistärken nach Siedlungsart

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?" 37

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben Landgemeinden;

27

Agglomeration;

25 24

Agglomeration; Agglomeration;

20

19 19

Agglomeration;

Agglomeration; Agglomeration;

16

Agglomeration; mittlere

12 16

grosse grosse

14

Agglomeration; Landgemeinden; Landgemeinden;

8

11 7 grosse mittlere

mittlere Agglomeration;

Agglomeration; 6 5

Landgemeinden; Agglomeration; Agglomeration; mittlere

7 2

2

Landgemeinden; Agglomeration;

5 Agglomeration; 4

grosse Landgemeinden; Landgemeinden;

grosse

mittlere grosse mittlere mittlere

grosse

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Klar polarisiert sind die Parteien entlang der Siedlungsart: Die SVP, die BDP und

die CVP sind in den ländlichen Gebieten übervertreten, die SP, die FDP, die

GPS und die GLP in den städtischen.

In den grossen Agglomerationen kommt die SP knapp vor die SVP zu liegen. 25

Prozent würden hier die linke, 24 Prozent die rechte Polpartei wählen. An dritter

Stelle folgt die FDP mit 20 Prozent, vor der GPS mit 12, der CVP mit 8 und der

GLP mit 6 Prozent. Schon in den mittleren und kleineren Agglomerationen ist

die SVP mit geschätzten 27 Prozent die grösste Partei. FDP und SP sind hier

mit je 19 Prozent gleich auf und nur recht knapp vor der CVP (16%). Es folgen

die kleiner Parteien in der bekannten Reihenfolge, sodass man die mittleren

und kleineren Agglomerationen insgesamt praktisch mit den gesamtschweize-

rischen Verhältnissen gleichsetzen kann. Auf dem Land dominiert die SVP ein-

deutig. Sie erreicht hier einen Anteil von 37 Prozent. Nächstgrössere Parteien

sind die CVP und FDP mit 16 respektive 14 Prozent. Hier kennt die SP ihre ei-

gentliche Schwäche, würde es doch aktuell gerade auf elf Prozent schaffen.

Wiederum folgen die Kleinparteien in der bekannten Reihenfolge. 37

Grafik 30:

Aktuelle Parteistärken nach Konfession

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?" 34

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben protestantisch;

30 24

katholisch; Konfession;

25

19

19 katholisch; 20

Konfession;

Konfession; protestantisch;

18

protestantisch; keine

14

18 Konfession;

katholisch;

16

katholisch; keine

keine 8

Konfession; 7

7 keine

protestantisch;

protestantisch; 5 5

3

protestantisch; protestantisch;

Konfession;

6 1

katholisch; Konfession;

keine

3

katholisch; 1

katholisch;

keine keine

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Kulturell gesehen verbleiben einige bedeutende parteipolitische Unterschiede

zwischen den Konfessionsgruppen. Insgesamt ist die Bedeutung dieses

Merkmals aber rückläufig. Das zeigt sich vor allem daran, dass die SVP zwi-

schenzeitlich bei allen die wählerstärkste Partei ist. Traditionellerweise war das

bei den Reformierten der Fall. Heute würden aber auch 30 Prozent der Katholi-

kInnen und 24 Prozent der Konfessionslosen für diese Partei stimmen. Ein ähn-

liches Profil kennt die FDP, während die CVP hier am klarsten abgegrenzt wer-

den kann. Ihr Dilemma ist, dass sie von KatholikInnen immer weniger gewählt

wird, jedoch beträchtliche Mühe hat, Wählende mit reformierter oder keiner

Konfession anzusprechen. Das Gegenteil hierzu bilden die linken Parteien. Sie

sind unter den Konfessionslosen über- und bei den KatholikInnen untervertre-

ten. 38

Grafik 31:

Aktuelle Parteistärken nach Bildungsschichten

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?"

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben 40

mittel;

31

tief;

27

tief; 23 21 20

tief; hoch;

18

17 hoch;

15

hoch; 15

mittel; 13 15 mittel;

hoch; 12

mittel; tief;

hoch;

8

hoch;

3

3 3 2

mittel;

mittel; mittel; hoch;

2 1

tief; 0 tief;

tief;

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Auch die Einflüsse hinsichtlich der Schicht auf die Parteientscheidungen sind

beträchtlich. So würden Wählende mit einer Berufsausbildung zu 40 Prozent für

die SVP stimmen; alle anderen Parteien kommen bei ihnen nur im Schnitt oder

darunter vor. Die unteren Bildungsschichten sind im Wesentlichen auf drei

Parteien verteilt. 31 Prozent würden für die SVP votieren, 27 Prozent für die SP.

In der Mitte kann sich hier die CVP mit 23 Prozent Anteil halten, nicht aber die

FDP; sie käme in dieser Gruppe auf nur 15 Prozent. Die Kleinparteien kommen

gar nicht vor. In den oberen Bildungsschichten sind sowohl die Polarisierung

wie auch die Fragmentierung am grössten. Neu sind FDP und SVP vorne prak-

tisch gleich auf (21 resp. 20 %), gefolgt von den rotgrünen Parteien. Dabei zeigt

sich, dass die SP (18%) nur noch knapp vor der GPS (15%) ist, namentlich we-

gen den Verlusten an die GLP (8%). Nur unterdurchschnittlich vertreten sind

hier Mitte-Parteien wie die CVP (12%) und die BDP (2%). 39

Grafik 32:

Aktuelle Parteistärken nach Haushaltseinkommen

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?"

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben 37

37

3'000;

3-5'000;

CHF 30

26 29

CHF 7-9'000;

bis 24

11'000; 26

5-7'000; 11'000;

9-11'000;

21 CHF

CHF

20 CHF

20

20 9-11'000; CHF

3'000;

15 17 18

18

7-9'000;

3-5'000; über CHF

14

16

11'000; 3'000; 5-7'000;

5-7'000; über

15 15

11'000; 14

CHF

13 7-9'000;

12

12 5-7'000; 3-5'000; 9-11'000;

CHF 12

9-11'000;

CHF CHF CHF 9-11'000; 9-11'000;

bis

8

CHF 7-9'000;

CHF

CHF 9

CHF

11'000; 8

9 9 3'000;

CHF

bis 5

8 3'000;

7-9'000; 3-5'000;

über CHF

CHF

6 7 11'000;

3-5'000; über CHF

3

3'000; 5-7'000; CHF 11'000;

CHF

CHF CHF

CHF 4 4 CHF

3

3 CHF

5-7'000; 5-7'000;

2

2 1

7-9'000;

3-5'000;

CHF CHF

0 CHF

CHF 7-9'000;

3-5'000; 9-11'000;

über

CHF bis

3'000;

CHF bis CHF

über

bis CHF CHF über

CHF

CHF

CHF CHF

CHF CHF

bis

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Die Polarisierung der rechten Parteien zwischen offener und geschlossener

Schweiz findet sich in den Einkommensverhältnissen der Haushalte wieder,

aus denen Stimmen für die SVP und FDP resultieren. Vereinfacht gilt: Je tiefer

das Haushaltseinkommen ist, desto eher gibt es Stimmen für die SVP und um-

gekehrt. So würden aktuell 37 Prozent der beiden tieferen Einkommensgrup-

pen für die SVP votieren, während die FDP bei der obersten ausgewiesenen

Einkommensklasse auf 26 Prozent kommen würde. BDP und CVP kennen hin-

sichtlich dieses Merkmals weniger klare Unterscheidungen. Tendenziell gilt

jedoch, dass sie eine höhere Repräsentanz in Haushalten mit weniger Ein-

kommen als das Mittel haben. Das ist bei der GLP eindeutig umgekehrt der

Fall. Ihr Profil ist hier dem der FDP ähnlicher. Recht ausgeglichen vertreten sind

die SP und die GPS hinsichtlich der Einkommensverhältnisse. Einzig bei den

tiefsten Einkommen sind die Grünen über- und die Roten untervertreten. Das

hat namentlich damit zu tun, dass Studierende hier über dem Mittel registriert

wurden und sie eine höhere Affinität an die GPS als an die SP haben. 40

Grafik 33:

Aktuelle Parteistärken nach Altersgruppen

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?" 33

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben mehr;

33

26 18-39-Jährige; und

mehr; 66-Jährige

27

40-65-Jährige;

und

66-Jährige

16

21 mehr;

18-39-Jährige; 13

17 mehr; 15 15

40-65-Jährige; und 14 18-39-Jährige; 40-65-Jährige;

12 40-65-Jährige; und

66-Jährige 11

40-65-Jährige; 5 18-39-Jährige; 66-Jährige

mehr;

3

8 3

7

mehr;

18-39-Jährige; mehr;

18-39-Jährige; und

4 3

40-65-Jährige;

und und

2 40-65-Jährige;

66-Jährige 18-39-Jährige;

66-Jährige 66-Jährige

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 Auch hinsichtlich des Alters sind die Unterschiede geringer als auch schon. Das

hat damit zu tun, dass die SVP in allen Bevölkerungsgruppen die stärkste Partei

geworden ist. Die FDP wird vermehrt in den älteren Alterssegmenten unter-

stützt, die linken Parteien in den jüngeren. Bei den Mitte-Parteien resultiert kein

auffällig altersspezifisches Profil.

Grafik 34:

Aktuelle Parteistärken nach Geschlecht

"Wenn am nächsten Sonntag schon Nationalratswahlen wären, welcher Partei würden Sie heute Ihre Stimme hauptsächlich

geben?"

in % Wahlberechtigter, die bestimmt teilnehmen wollen und eine Parteipräferenz haben 31

Mann; 29

Frau;

21

20 Mann;

Frau; 17

16 Frau;

Mann; 14

Frau;

10

9 Mann;

9

Mann; Frau; 5 5

Mann; Frau; 3

Mann; 2

Frau;

SP GPS GLP CVP BDP FDP.Die SVP

Liberalen

SRG SSR/gfs.bern, Wahlbarometer 2011, 2. Welle, 10. – 22. Januar 2011 (n = 855), sig.

 41


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Atreyu

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DETTAGLI
Corso di laurea: Corso di laurea in scienze internazionali e istituzioni europee
SSD:
Università: Milano - Unimi
A.A.: 2011-2012

I contenuti di questa pagina costituiscono rielaborazioni personali del Publisher Atreyu di informazioni apprese con la frequenza delle lezioni di Politica comparata e studio autonomo di eventuali libri di riferimento in preparazione dell'esame finale o della tesi. Non devono intendersi come materiale ufficiale dell'università Milano - Unimi o del prof Giuliani Marco.

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