Concetti Chiave

  • Luthers Ideen lösten ein politisches und soziales Erdbeben in Deutschland und Europa aus, das zu Konflikten und bewaffneten Auseinandersetzungen führte.
  • Der Aufstand der Bauern begann 1523, als Ritter versuchten, Kirchenfürstentum zu stürzen, und sich 1524 auf Bauern und Randarbeiter ausweitete, die gegen harte Lebensbedingungen protestierten.
  • Die Täuferbewegung, unter der Leitung von Thomas Müntzer, forderte die Abschaffung von Adelsprivilegien und Privateigentum, was zu heftigen Reaktionen der Fürsten führte.
  • Der Protest der Rebellenfürsten gegen Kaiser Karl V. führte zur Annahme des Namens Protestanten und zu einem militärischen Bündnis, das die Grundlage für weitere Verhandlungen legte.
  • Der Frieden von Augsburg 1555 markierte das Ende der religiösen Auseinandersetzungen, indem er die Regel "cuius regio, eius religio" festlegte.

Luthers ideen und ihre folgen

Luthers Ideen schienen den Menschen einen Ausweg aus einer ganzen Reihe von Ängsten im Zusammenhang mit dem Tod und der Verdammnis der Seele zu bieten, aber sie verursachten auch ein politisches und soziales Erdbeben, das sich über ganz Deutschland und dann Europa ausbreitete und Konflikte und bewaffnete Auseinandersetzungen anheizte. Die Gläubigen forderten, dass die lutherische Botschaft aufgenommen wird, weshalb sie nicht zögerten, dieses Ziel mit Gewalt zu erreichen.

Der aufstand der bauern

Die erste greifbare Demonstration des Protestes fand 1523 statt, als die Ritter unter Führung des Anführers Franz von Sickingen und angeregt durch den Reformator Ulrich von Hutten in einem Aufstand niedergingen, um das als illegitim geltende Kirchenfürstentum Trier zu stürzen und Privilegien zu erlangen. Ihr Unterfangen scheiterte, aber die Zündschnur des Aufstandes war nun gelegt, so dass im folgenden Jahr ein neuer Aufstand unter den Bauern und Randarbeitern Thüringens und Sachsens ausbrach, die sich ebenfalls gegen die sehr harten Lebensbedingungen auflehnten, denen sie unterworfen waren, und Gleichmacherei und andere evangelische Gebote forderten: Die Notwendigkeit religiöser Erneuerung war daher mit sozialen Forderungen verbunden. Um dieses Projekt zu verwirklichen, zögerten Bauern und Lohnempfänger nicht, bewaffnete Banden zu bilden, die auf dem Land und in der Stadt Terror säten.

Die täuferbewegung und ihre auswirkungen

Die Täuferbewegung unter der Führung von Thomas Müntzer war der Anstifter des Bauernaufstandes, der so genannt wurde, weil er eine zweite Taufe im Erwachsenenalter vorsah, die bewusst vollzogen werden sollte. Er begann, die Geburt einer Gemeinschaft neuer Heiliger zu predigen, in der es weder Adelsprivilegien noch Privateigentum mehr geben würde.
Sowohl die Fürsten für Luther als auch die Fürsten für Karl V. haben der Gewalt der Täufer nicht tatenlos zugesehen. Luther selbst erwies sich als sehr besorgt, denn es schien, dass sie seine Worte falsch darstellten und den Erfolg der Reformation kompromittierten. Also stellte er sich auf die Seite der Behörden und schrieb ein Werk mit dem Titel "Gegen die unheiligen und bösen Bauernbanden". 1525 wüteten die Fürsten gegen die Bauern und besiegten sie bei Frankenhausen.

Der protest der rebellenfürsten

Karl V. beschloss 1529 auf dem Reichstag von Speyer, die Ordnung wiederherzustellen, indem er den Prinzipien verbot, lutherischen Ideen zu folgen, ihnen die Rückgabe von der Kirche entzogenem Land und die Achtung der Religionsfreiheit der Katholiken auferlegte. Daraufhin verlasen die Rebellenfürsten einen schriftlichen Protest gegen die kaiserlichen Befehle und nahmen fortan den Namen Protestanten an. Im folgenden Jahr legten sie auf dem Augsburger Speiseplan ein neues Glaubensbekenntnis mit dem Namen Confessio Augustana ab, das eine Koexistenz der katholischen und der lutherischen Kirche vorschlug, aber die Einigung kam nicht zustande. 1531 bildeten die Fürsten ein Militärbündnis namens Smalcalda-Bund (zugunsten der Lutheraner), das sich dem Nürnberger Bund (zugunsten der Christen) stellen musste. In den folgenden zwanzig Jahren folgten zahlreiche Verhandlungsversuche aufeinander, bis der inzwischen müde Kaiser 1555 den Frieden von Augsburg unterzeichnete, mit dem er festschrieb, dass "cuius regio, eius religio", die Religion dem gehört, dessen Reich sie ist.

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Domande da interrogazione

  1. Welche Auswirkungen hatten Luthers Ideen auf die Gesellschaft?
  2. Luthers Ideen boten den Menschen einen Ausweg aus Ängsten vor Tod und Verdammnis, führten jedoch zu einem politischen und sozialen Erdbeben in Deutschland und Europa, das Konflikte und bewaffnete Auseinandersetzungen auslöste.

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