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Elias Canetti

Elias Canetti wurde 1905 als eines Kaufmanns in Bulgarien geboren. Seine Kindheit war nicht ruhig: 1911 zog die Familie nach Manchester; nach dem Tod des Vaters (1912) gingen sie nach Wien; 1916 zogen sie nach Zürich und 1921 gingen sie nach Frankfurt am Main. Wenn er sieben war, lernte er die deutsche Sprache. Er absolvierte das Abitur in Frankfurt und dann studierte er Chemie in Wien. Er lebte als freier Schriftsteller in Wien und 1938 emigrierte er nach London. Die Gattungen, die er benutzte, waren Theaterstücken und Essays und er schrieb über die Herrschaft, den Tod und die Angst.
Die Werke:
- „Die Blendung“ (Roman): er schilderte die dämonischen Einflüsse der Großstadt und der Masse
- „Das Gewissen der Worte“ (Essays)
- „Die gerettete Zunge“, „Geschichte einer Jugend“ und „Die Fackel im Ohr“: seine Autobiographie

„Geschichte einer Jugend“ ist der erste Teil von Canettis Autobiographie. Er beschreibt die Zeit von 1905 bis 1921. Das autobiographische Werk in drei Teilen ist nicht nur eine Reflexion über sein Leben bis zum Alter von 32 Jahren. Der Leser kann die Zeit, in der viele berühmte Künstler und Schriftsteller lebten, kennen lernen. Canetti beschreibt auch der Konflikt mit seiner dominierenden Mutter.

Die Gerettete Zunge
Die Mutter ist eine anspruchsvolle Frau und sie will das Beste für ihren Sohn. Wenn er ein Kind ist, ist er von seiner Mutter erschreckt, aber der Schrecken ist für sie pädagogisch. Wegen dieser Waffe, die sie besitzt, hat er die deutsche Sprache in einem Monat gelernt. Wenn sie unzufrieden ist, sagt sie, dass er ein Idiot ist; wenn sie befriedigt ist, sagt sie ihm ein Lob, das heißt sagt sie, dass er doch ihr Sohn ist. Auch wenn er ein Erwachsene ist, ertragt er die Autorität seiner Mutter. Ihr Urteil ist für Elias noch wichtig und er hat gelernt, wie er ihr erwidern kann. Einmal kommt die Mutter zu Besuch und sie streiten, weil Elias einen „Vielleser“ geworden ist und denkt sie, dass er eine Arbeit finden muss, um Geld zu verdienen. Jetzt kann er sie antworten, um zu sagen, was er denkt. In Wirklichkeit ist seine Beziehung zur Mutter sehr intime: Elias bewundert ihre Haltungen und Ansichten. Er ist bereit, alles für seine Mutter zu tun und wenn die Verwandten die Mutter bestürmen, doch zu heiraten, denkt Elias, dass er seine Mutter heiraten würde. Auch die Mutter sieht in Elias eine Art Partnerersatz: die Gespräche, die sie früher mit ihrem Mann führen konnte, führt sie nun mit Elias. Sie sprechen oft über die Texte, die sie gelesen haben. Er interessiert sich für höchst ungewöhnliche Texte: er vertieft sich in Dickens und diskutiert mit der Mutter über Dramen.

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