Habilis 683 punti

Der Sturm und Drang

Um 1770 setze eine regelrechte literarische Revolution ein, und zwar eine Gegenbewegung zur Aufklarung. Der Sturm und Drang war eine deutsche typische Bewegung, der ein Drama von Maximilian Friedrich Klinger den Name gab. Im Mittelpunkt stehen die Freiheit, die Natur, die Gefühle und Leidenschaft. Ein Anreger von dieser Bewegung war Jean Jacque Rousseau, mit seinem Motto „Retournons a la nature“ „Zurück zur Natur“. Als Vorbild der neuen Dichtung galten die spontanen und primitiven Schöpfungen aus der Jugendzeit der Volker. Diese Gegenströmung zur Aufklarung dauerte ungefähr 20 Jahre.
Der Sturm und Drang war eine Bewegung der Jugend. In der deutschen Literaturgeschichte hat sie dank dem Beitrag von Goethe und Schillers mit ihren Jugendwerken sehr große Bedeutung. Die Sturmer und Dränger protestierten gegen die starke Rationalität, gegen die starren Denkformen und Konventionen der Aufklarung und die Gesellschaft ihrer Zeit. Held der Sturm und Drang Dichtung ist das Kraftgenie, der Kerl, der sich in Hass und Liebe erschöpft und meistens am Ende zucumbe er, weil er sich entmannt. Der Held ist ein Außenseiter, ein Einzelgänger, der keine Selbstbeherrschung kennt.

In dem Sturm und Drang stören Sinne und Leidenschaft nicht mehr die Harmonie der Vernunft, sondern sind sie produktive Kräfte. In diesem Sinne beansprucht der Sturm und Drang nicht das Gefühl gegen die Vernunft, sondern fordert er die Verwirklichung aller menschlichen Kräfte und Fähigkeiten. Als Vorbilder des Genies galten die Sturmer und Dränger der verehrte Shakespeare, aber auch griechische Dichter wie Homer und Pindar (Vergänglichkeit Bewusstsein) und Klopstock.
Das Drama war die literarische Gattung, die dem Wesen dieser neuen Epoche am besten entsprach. Als literarische Gattungen eignete es sich besonders zum Ausdruck des Veranderungswillens und des leidenschaftlichen Engagements dieser jungen Autoren. Im Mittelpunkt ihrer Theaterstucke stand oft der Konflikt zwischen dem natürlichen Menschen und der bestehenden Ordnung. Typisch für diese Dramen war die bewusste Ignorierung der festen Regeln, unter ihnen es die der drei Einheiten (Zeit, Ort, Handlung) gab. Beliebte Themen waren auch der Konflikt zwischen Moralkodex und Leidenschaft, der Tyrannenhass, die Selbstverwirklichung eines genialen Menschen aber auch z.B. Kindermördern.
Ein bekannter Gegner der Aufklarung war Johan Gottfried Herder. Er beeinflusste den jungen Goethe. In seinem kritischen und philosophischen Werken formulierte er sogar eine genaue Unterscheidung zwischen Naturpoesie und Kunstpoesie. Die Naturpoesie ist nur in den Volksliedern, in den alten Balladen, in den Sagen und Mythen, weil die Kultur sie geschont und noch nicht verdorben hat. Um 1778 herausgab er „Stimmen der Volker in Liedern“. In diesem Werk hat er Teils von ihm selbst, Teils von seinen Freunden und Werke von vielen verschiedenen Ländern gesammelt. Ohne zu übertreiben, können wir sagen, dieses Werk sei eine Sammlung der schönsten Liedern aus aller Ländern und Zeiten.
Erlkönigs Tochter
Es ist eine Ballade: dankt der Musikalität, den zahlreichen Wiederholungen, dem Refrain, die Zahl drei (wir haben drei Einladungen und drei Weigerungen), dem Paarreim und die Einfachheit der Sprache kann sie besser im Gedächtnis behaltet werden. Die Begegnung mit der Tochter des Erlkönigs im Wald konnte die Versuchung symbolisieren, das Alltags leben zu verlassen und ins Reich der Magie einzutreten. Es ist aber gefährlich und kann das Leben kosten. Herr Oluf hat Angst, am Elfentanz teilzunehmen, weil die böse Elfen Unheil, Krankheit und Tod bringen, aber er ist schon verurteilt. Wir haben auch eine Abwechslung zwischen Gespräch und Erzählung.

Registrati via email