Solino

Der film hat seinem Anfang in Apulien. Rosa und Romano fuhren eine bescheidenes (modesta) Leben mit der Absicht (intenzione), nach Deutschland auszuwandern, nachdem der Vater von Rosa gestorben ist. Gigi und Giancarlo zeigen von Anfang an verschiedene Charaktere: Gigi ist lieb, nett, kreativ und bescheiden; Giancarlo in Gegenteil ist schlau (furbo), hinterlistig (sospettoso) und denkt nur an seine Profite. Die Reise nach Deutschland ist für Rosa schwer: sie hat schon Heimweh (nostalgia) nach Solino und fühlt große Unsicherheit vor der Zukunft. Der Kontakt zu Deutschland ist auch sehr bedenklich (ricco di pensiero). Rosa will nach Hause, Romano kann nicht weil sein Stolz (orgoglio) zu groß ist. Romano muss sich an eine schmutzige (sporco) und gefährlich Arbeit im Bergwerk (miniera) gewohnten (abituare), Rosa an die schmutzige und verkommene (trasandato) Wohnung. Nur die Kindern haben es nicht schwer (la vita difficile); Gigi lernt eine nette Freundin kennen, von der er deutsch lernt. Die Wende (svolta) kommt als Rosa die Idee hat, eine Pizzeria aufzumachen. Sie wird für die italienischen Gastarbeiter kochen die ohne Familie bei Rosa einen Teller Pasta suditalienischer Art leisten können (possono permettersi). Das Geschäft läuft gut, Rosa arbeitet sehr viel und die Kindern werden groß. Gigi lernt auch einen netten Fotohändler, der für seine Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird und der ihn mit der Photographie vertraut macht (lo rende confidenziale-lo introduce alla fotografia). Mit dem Geld kommen aber auch die Probleme: Gigi und Giancarlo organisieren ein Fest, wo viel Alkohol getrunken wird und Drogen geraucht werden. Romano schlagt (da le botte) seinen Kindern und jagt sie aus dem Haus. Die Familie ist in Krise: Rosa ist verzweifelt (disperata) und Romano ist wütend. Die Beziehungen in der Familie verspannen sich (è teso), Gigi und Giancarlo machen sogar einen Diebstahl (fanno adirittura un furto); Gigi kommt ins Gefängnis (prigione). Rosa wird immer schwächer (più debole), der Arzt diagnostiziert ihr eine Leukämie. Rosa kehrt zurück nach Solino, Gigi fährt mit, mit der Absicht, so schnell wie möglich nach Deutschland zurück zu kommen, um Regisseur zu werden. Der Kontakt zu Solino ist für Gigi am Anfang schwer: er versteht die Leute nicht, hat die Sprache verlernt (disimparato, dimenticato), hat einen ganz andere Lebenrhythmus. In Solino muss er einsehen (riconoscere), dass sein Bruder ihn getrogen hat ( lo ha tradito). Giancarlo verkauft sich als Gigi (si spaccia per Gigi) und behauptet (afferma), den Film gemacht zu haben. Langsam (lentamente) wird Rosa gesunder (più sana), Gigi vergisst dass Ruhr Gebiet (bacino della Ruhr) und beginnt ein neues Leben in Solino. Er verliebt sich in Ada und heiratet sie. Bei der Hochzeit ist Giancarlo anwesend (presente) aber Romano bleibt ausgeschlossen (escluso). Die Schwachen (Rosa und Gigi) haben gewonnen, die Starken (Giancarlo und Romano) verloren (i deboli hanno vinto, i forti hanno perso).

Rosa: an Anfang ist sie die typische suditalienische Hausfrau (Vater, Kindern, Mann, Haus). Sie ist fromm (pia, devota) und sehr religiöse; sie ist auch abergläubisch (superstiziosa). Sie hat aber eine starke Persönlichkeit, sie ist sehr selbstbewusst mit einem feurigen (ardente) Charakter. Als Frau denkt sie wirklich an alles: sie hat ein Auge für die Familie, aber sie hat auch die brillante Idee, die Pizzeria aufzumachen; also ein Auge für die Geschäfte (affari). Sie hat ein Auge für die Organisation und versucht auf eine diskrete Weise (cerca in modo discreto), alles unter Kontrolle zu halten. Sie ist intelligenter als ihr Mann und auch moderner: sie versteht dass Gigi sein Leben leben soll.

Romano: er ist der typisch Machotyp. Er hat ein klares Ziel vor sich: er will Solino verlassen, nach Deutschland auszuwandern und der ganzen Welt zeigen, dass er es geschafft hat. Vom Charakter her (a partire dal carattere) ist er cholerik, autoritär und dominant. Am Ende des Films ist er aber schwach und erfolglos (fallito).

Gigi und Giancarlo: sie verkörpern (rappresentano) den Bruderkonflikt. Das ist das leit Motiv (motivo dominante) des ganzen Films. Gigi ist niedlich (carino), nett, hat gute Gefühl, kreativ, sensible, empfindlich (è facile ferirlo) und wird Regisseur werden. Er hat gute Werte, ist härmst (sincero) und wurde nie seinen Bruder betrugen (ingannerebbe).
Giancarlo im Gegenteil ist stark, profitiert von jeder Situation, auch mit verbotenen Methoden (er klaut die Äpfel, die Haarspanne und verkauft ohne Skrupeln die Kamera seines Bruder). Er ist materialistisch: seine Werte sind Autos, Geld, Frauen, Feste (Wein und Drogen). Im Grund genommen (per farla breve), ist er skrupellos (senza scrupoli); er ist seinem Vater ähnlich (simile) und wie er am Ende des Films ist er schwach geworden und hat seine Dominanz verloren.

• Auswanderung und neu Anfang
• Generationskonflikt
• Auseinandersetzung (incontro) zwischen zwei Kulturen
• Bruderkonflikt
• Wertvorstellung (valori fondamentali).

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