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PETER HANDKE

Peter Handke wurde 1942 als Sohn einer kleinbürgerlichen Familie in Kärnten geboren. Er bekam eine katholische Erziehung und nach dem Abitur begann er das Jurastudium. Er beendete nicht die Universität und lebte seit 1965 als freier Schriftsteller. Er lebte in Frankfurt und in den Vereinigten Staaten und seit 1979 lebt er in Salzburg.

WIEDERKEHRENDE MOTIVE
Handke ist bekannt als Enfant terrible nach der Veröffentlichung seiner Sprech stücke wie „Publikumsbeschimpfung“ und „Kaspar“. Er befasst sich mit Theaterstücke ohne Handlung und ohne Schluss, deren Protagonisten nur Worte und Sätze sind, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgesprochen werden. Der Zweck seiner Werke ist den Mensch durch die Sprache zu manipulieren. In den späten 60er Jahren entwickelte sich in Deutschland im Gegensatz zur Politisierung der Literatur die sprachexperimentierende Literatur. Die politisch engagierten Intellektuellen warfen die Literaten des Sprachexperiments vor, ihre Literatur sei der gesellschaftlichen Wirklichkeit gegenüber blind. Diese Kritik war gegen Handke und sein Werk „Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms“. Handke ist überzeugt, dass die politische Funktion der Literatur nicht unbedingt an politische Inhalte gebunden sei. Er sagte, dass jede Geschichte den Zuschauer seine Situation vergessen lassen muss.

DIE NEUE SUBJEKTIVITÄT
Peter Handke wurde zum wichtigsten Vertreter der sogenannten “Neue Subjektivität“, weil er dachte, dass die Kunst von Politik und Gesellschaft autonom war und dass sie zwecklos war. In den 70er Jahren trat die Literatur des Sprachexperiments in den Hintergrund, während die Literatur der Innerlichkeit und der Subjektivität immer mehr an Bedeutung gewann. Dieses Bedürfnis nach Innerlichkeit wurzelt im Leid an einer als „böse“ und „versteinert“ empfundenen Wirklichkeit.

 WUNSCHLOSES UNGLÜCK
In der Erzählung „Wunschloses Unglück“ (1972) schreibt der Autor eine Art Biographie seiner Mutter, die mit 51 Selbstmord beging.

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