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KAFKA
F. Kafka war das älteste von sechs Kindern einer jüdisch-deutschen Familie. Sein Vater, Hermann Kafka, war Kaufmann und seine Mutter die Tochter eines prominenten Rabbiners. Dank der Heirat mit dieser wohlhabenden Frau wurde der Kaufmann Hermann K in die bürgerliche Gesellschaft eingeführt. Für Franz hatte der Vater die besten Schulen ausgewählt, aber F wollte seinen eigenen Weg gehen und sich dem Schreiben widmen. Er konnte das, was ihm sein strenger, egoistischer und autoritärer Vater auferlegte(impose), nicht akzeptieren. Gleichzeitig aber konnte er gegen die Familie und das Leben, das ihm nicht gehörte, nicht offen rebellieren. Das Bewusstsein, dass er die Erwartungen seines Vaters nicht befriedigen konnte, zusammen mit seiner Unfähigkeit, seinem Vater ähnlich zu werden, verursachten in ihm ein Schuldgefühl, das sein Leben und seine Werke stark prägte.
Außerdem waren die deutschsprachigen Juden und die Deutschmuttersprachler in Prag eine Minderheit.

Welche Motive erschienen in Kafkas Produktion?
Kafkas Produktion besteht hauptsächlich aus Parabeln, Erzählungen und Romanen und enthält viele autobiographische Zuge: das konfliktreiche Verhältnis zum Vater und zum Elternhaus, die Beziehungunfähigkeit und die Probleme mit Frauen, das Ohnmachtgefühl gegenüber Bürokratie und Institutionen wie Staat oder Schule, die Minderwertigkeitkomplexe sowie die Orientierungslosigkeit.
Wie erscheint die Wirklichkeit?
In seinen Werken, in denen Angst, Fremdheit, Bedrohung und Rätselheftigkeit herrschen, wird die Realität als Falle dargestellt, die dem Menschen keinen Ausweg lässt.
Form
Kafka verwendete meistens die personale Erzahlweise, die trotzdem subjektiv wirkt. Sein Stil ist kühl und knapp, auch wenn er durch eine klare und nüchterne Sprache alle Details beschreibt. Während seines Lebens veröffentlichte Kafka wenige Werke. Sein Frühwerk vernichtete er selbst und die drei Romane Der Prozess, Das Schloss und Amerika bleiben Fragmente und wurden vom Autor nicht veröffentlicht. Kafka bat seinen Freund Max Brod sogar, die Texte zu vernichten. Brod setzte sich über diesen Wunsch hinweg und rettete dadurch diese Werke.

Vor dem Gesetz
Zusammenfassung
Der Text entstand als Teil des Romans ‘Der Prozess’. Die Erzählung, die auch ‘Türhüterlegende’ bezeichnet wird, geht es um einen Mann vom Lande, der vergeblich versucht, in das Gesetz einzutreten oder eingelassen zu werden.
Der Protagonist vom ‘Prozess’, Joseph K., ist ein Bankbeamter, der eines Morgens verhaftet wird ohne zu wissen, was er falsch gemacht hat. Er wird später frei gelassen, er darf wieder zur Arbeit gehen, obwohl inzwischen ein Prozess gegen ihn stattfindet. Im Laufe der Handlung versucht Joseph K. vergebens mit dem Gericht Kontakt aufzunehmen, um seine Unschuld zu beweisen.

Am Ende wird er zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Geschichte ‘Vor dem Gesetz’ hört Joseph K von einem Geistlichen. Joseph K ist wie der Mann vom Lande, der vergebens versucht, in das Gesetz hinein zu gehen.


Es ist möglich, dass später eine Erlaubnis kommt. Der Mann vom Lande beschließt sich inzwischen und zu warten bis die Erlaubnis kommt. Er wartet Tage und Jahre. Er bedachtet den Türhüter, er versucht ihn mit allen Mitteln zu bestechen. Der Mann von Lande betrachtet diesen einen Türhüter als das einzige Hindernis für den Eintritt in das Gesetz. Trotzdem weiß er ganz genau, dass es im Inneren des Gesetzes weitere Türhüteren gibt. Vor seinem Tode stellt er dem Türhüter noch eine Frage. Er will wissen, warum kein Mensch außer ihm versucht hat in das Gesetz ihnein zu gehen. Der Türhüter antwortet ganz einfach, dass dieser Eingang nur für ihn war. Jetzt wird der Mann sterben und der Türhüter wird der Eingang schließen und weggehen.


Warum kann diesen text nicht als Parabel betrachtet werden?
Kafka selbst bezeichnet ‘Vor dem Gesetz’ in seinen Tagebuchaufzeichnungen als Legende, an anderen Stellen auch als Text, Geschichte und Erzählung. Die Türhüterlegende wird oft als Parabel verstanden. Die traditionelle Parabel ist ein Text der eine Lehre vermittelt. Dieser Text vermittelt keine eindeutige Lehre.
Bei Lessing erkennt man einen Bildebene, d.h. die Geschichte der drei Brüder, die von ihren Vater einen Ring bekommen, und einen Sacheebene, das Problem der religiösen Toleranz. Nathan, durch diese Parabel auf eine Frage antworten wollte. Nathan erzählte die Parabel, um eine Frage zu beantworten, d.h. welche von den drei monotheistischen Religionen die einzig wahre ist.

Der Leser hatte dabei die Aufgabe, die Geschichte zu interpretieren, um eine Antwort auf die Frage zu finden.
Diese Aufgabe kann der Leser von Kafka nicht erfühlen, denn bei Kafka bleiben zu viele Fragen offen, z.B. ‘was ist das Gesetz?’. Jeder Leser kann seine Interpretation geben. ‘Wer ist der Türhüter? Wen kann er verkörpern?’ Kann man behaupten, dass er den Mann vom Lande betrogen (ingannato)hat? Hatte er dem Mann gleich sagen sollen, dass dieser Eingang nur für ihn war? Und was ist der Glanz, den der Mann vom Lande sieht? Erst als seine Augen schwach werden? Was ist mit den anderen Türhütern, um die sich der Mann vom Lande nicht kümmert?

Kafkas ‘Parabeln’ werden mit Rorschach-Test verglichern. Alle Deutungen sagen mehr über den Interpreten aus als über den Text selbst. Seine Parabeln sind mehrdeutig und lassen sich nicht auf eine individuelle Wahrheit an die Stelle einer allgemeingültigen Lehre setzt. Kafka scheint seinen Text mit Absicht so gestaltet zu haben, dass eine eindeutige und allgemeingültige Interpretation weder möglich noch von ihm gewollt ist. Er lässt Dinge ungeklärt, die für eine Auflösung von entscheidender Bedeutung wären.
Es gibt keine allgemein gültige Interpretation und wahrscheinlich wollte Kafka nicht, dass die Leser zu einen einzigen Interpretation kommen, denn auch für ihn gibt es viele Möglichkeiten.


Die Verwandlung

Alles ist Möglich, auch das Unwahrscheinlich, auch das, was wir nicht für möglich halten, auch das, was wir nicht erwarten. Das ist z.B. der Fall des Protagonisten der Erzählung ‘Die Verwandlung’. Der Protag. ist ein gewisser Gregor Samsa, er wacht eines Tages auf und findet sich in einen ekelhaftes Käfer verwandelt. Sein Körper hat seine Menschengröße bewahrt und sich in ein riesiges Insekt verwandelt. Er ist von Beruf Handelsreisender (rappresentante) für eine Firma, die Tuchwaren erstellt. Gregor Samsa findet das Frühaufstehen das ständigen Unterwegssein, die flüchtigen menschlichen Beziehungen, das unregelmäßige Essen unerträglich. Seine Beziehungen zum Chef sind schlecht, der Leser hat den Eindruck, dass der Chef verständiglos, autoritär ist.
Im Laufe der Handlung erfahren wir, dass Gregor Samsa, ein Erwachsener, noch bei Vater und Mutter wohnt. Er hat auch eine jüngere Schwester, Grete, die noch in die Schule geht und sehr musikalisch ist. Zu seiner Schw. scheint G ein gutes Verhältnis zu haben. Er mochte gerne, dass die Schw. Musik studiert und ist dazu bereit (disposto) ihr das Studium zu finanzieren, und die Schw. ist ihm natürlich dankbar. Die Eltern sind nicht mehr jung. Der Vater ist Rentner, er ist oft krank; die Mutter ist immer Hausfrau gewesen, sie leidet an Asthma. Die ganze Zeit müssen sich um den kranken armen Vater kümmern. Gregor ist der einzige, der zur Arbeit geht, er sorgt für den Unterhalt der Familie. Außerdem muss er arbeiten, um Schulden (debiti) der Eltern zu bezahlen. Er träumt davon, die verhasste Arbeitsstelle zu verlassen, so bald er die elterlichen Schulden beglichen hat und ein neues Leben anzufangen. Das alles wird aber unmöglich, denn nach der Verwandlung kann G sein Wohnung nicht mehr verlassen und kann nicht mehr zur Arbeit gehen. Auch für die Familie wird das Leben anders. Der Vater findet eine Stelle, wahrscheinlich als Bankdiener (usciere), denn jeden Abend kommt er in seiner neuen Uniform nach Hause. Die Mutter näht für ein Geschäft, auch Grete hat eine Stelle in einem Geschäft gefunden. Außerdem lernt sie abends noch Stenographie, denn sie möchte später eine bessere Arbeitsstelle finden. Die Familie hat einen Teil der Wohnung vermietet und seit einiger Zeit wohnen drei Herren bei den Samsas. Das ist also klar, dass die Familie Gregor nicht mehr braucht, in Gegenteil, er ist zu einer Last geworden, er ist die Schande der Familie, denn niemand besucht die Samsas seit dem die Nachricht sich herumgesprochen hat, dass in dem Wohnung ein riesiges Insekt lebt. Das Dienstmädchen und die Köchin haben gekündigt, weil sie sich vor dem Ungeziefer fürchteten. Besonders der Vater hasst Gregor, er verbietet ihm das Zimmer zu verlassen, so lebt Gregor in seinem Zimmer wie in einem Gefängnis. Er kann nicht mehr sprechen, er kann mit der Familie nicht kommunizieren. Obwohl er äußerlich ein Insekt geworden ist, sind seine Gefühle und seine Gedanken als Mensch noch intakt. Er versteht sehr gut, was die Schwester und die Eltern über ihn sagen.

Die Verwandlung der Protagonisten ist eine Tatsache, sie ist am Anfang des Romans schon wirklich. Auch die Eltern und die Schwester von Gregor verwandeln sich und es sieht so aus, als ob Gregor diese Veränderungen nicht erwartet hätte. Der sonst so schwache und alte Vater findet eine Arbeitsstelle. Das Gleiche gilt auch für Gregors Mutter und für seine Schwester, Grete. Sie beginnen zu arbeiten, sie verdienen Geld und werden selbstständig. Gregor, dagegen, wird zum sogenannten Schmarotzer, zur Last, zur Schande der Familie. Das Leben Gregors wird sinnlos und unmöglich, er kann mit anderen nicht kommunizieren, er verhalt sich wie ein Tier, d.h. er kriecht und verändert seine Essgewohnheiten. Trotzdem bewahrt er eine menschliche Seele und eine menschliche Sensibilität. Der einzige Ausweg aus dieser Situation ist der Tod. Nach Gregors Tod atmet die Familie auf (fa un sospiro di sollievo) und kann ein neues Leben anfangen. Grete ist ein schönes Mädchen geworden und bald heiratet sie einen braven Mann. Dem Tod Gregors entspricht (corrisponde) das Glück der Familie. Die Verwandlung kann als Protest interpretiert werden, obwohl sie nicht freiwillig ist. Gregor ist tatsächlich mit seinem Leben, besonders mit seinem Beruf sehr unzufrieden, er möchte kündigen (licenziarsi). Nach der Verwandlung, kann er nicht mehr zur Arbeit gehen, das könnte als Befreiung angesehen werden. Der Protagonist muss nicht mehr aufstehen, er muss sich um gar nichts kümmern. Er trägt keine Verantwortung mehr. Es gibt auch andere Interpretationen: die Verwandlung in ein ekelhaftes Insekt könnte auch auf die wahre Natur von Gregor hinweisen, d.h. er ist ein Feigling, er hat Angst vor seinem Chef, er ist die einzige ökonomische Stützte, trotzdem braucht er seine Familie, er will nicht selbstständig werden, allein Leben. Ein Beweis (prova) dafür ist die Tatsache, dass die Familie sich emanzipiert so bald er nicht mehr arbeiten kann. Auch in dieser Erzählung gibt er viele Widersprüche, wahrscheinlich, weil Kafka selbst keine eindeutige Interpretation will. Das Leben ist für Kafka rätselhaft, genauso wie seine Geschichte. Alles ist möglich, man kann nichts ausschließen.


Brief an den Vater
Kafka äußert sich auf eine klare und eine ausführliche Weise. Kafkas Vater kam aus sehr arme Verhältnisse, schon als sehr Junge musste er arbeiten gehen. Das Leben war für ihn sehr hart, er wusste genau, was der Hunger ist. Herman Kafka war aber sehr unternehmungslustig (intraprendente), heiratete eine wohlhabende Frau, die Tochter eines Rabbiners, eröffnete er einen Tuchbarenlagen im Zentrum Prags. Vater und Mutter arbeiteten immer zusammen im Geschäft, während die Kinder von Kindermädchen betreut wurden. Frank Kafka hatte nie finanzielle Probleme, ganz anders als sein Vater Hermann. Kafkas Vater war außerdem ein körperlich starker, gesunder Mann, während Franz sehr zart, dünn und oft krank war. Der Vater war sehr oft lustig, hatte viele Freunde. Franz dagegen war schüchtern. Es handelte sich um zwei entgegengesetzte Naturen.
Die Vater Figur wird für ihn zu einer ständigen Drohung. Sein ganzes Leben lang fühlte sich Kafka verunsichert. Kafka wollte damit nicht sagen, dass nur sein Vater für seine Unsicherheit, Unentschlossenheit (indecisione), und für sein Minderwertigkeitsgefühl (mancanza di autostima) verantwortlich sei. Bestimmt trug die Erziehungsmethode des Vaters nicht zur Selbstbehauptung (fiducia in se stessi) des Sohnes bei. Es handelte sich um zwei Naturen, die nicht zusammengehörten. Die Figur des Vaters ist in fast allen Werken Kafkas leicht zu erkennen, z.B. auch in der Verwandlung, wo der Vater den Käfer Gregor mit Äpfeln bewirft und so seinen Tod beschleunigt (accelera). Auch in der Erzählung Vor dem Gesetz könnte das Gesetz selbst für die Vaterfigur stehen, also für eine rätselhafte, unerreichbare Instanz. Franz Kafka litt unter einem tiefen Schuldgefühl, er wusste, dass er seinen Vater immer wieder enttäuschte, er war ganz einfach nicht der Sohn, den Hermann Kafka sich gewünscht hatte. Und zwar auch in einer anderen Hinsicht. Der introvertierte F Kafka hatte zwar verschiedene Liebesbeziehungen, heiratete aber nie. Auch das war für seinen Vater eine große Enttäuschung. Für F Kafka waren Familie und Kinder wichtige Werte, trotzdem glaubte er für seine eigene Person, das Glück einer Familie ausschließen (esprimere) zu müssen. Er fühlte sich der Rolle des Ehemanns und Vaters nicht gewachsen, außerdem empfand (avvertiva) er alles, was ihn am Schreiben behinderte (gli impediva) als eine Drohung. Er verlobte sich zweimal mit der selben Frau, Felice Bauer, von der er sich endgültig trennte, als ihm die Tuberkulose diagnostiziert wurde. Er hatte dann andere Beziehungen, z.B. mit Milena Jesenska, die seine Übersetzerin aus dem Deutsche ins Tscechische war und mit Dora Diamant, mit der er für kurzer Zeit in Berlin zusammenlebte.

Eine kaiserliche Botschaft
Eine kaiserliche Botschaft entstand 1917. Der Text ist Bestandteil des erst postum veröffentlichen Werkes Beim Bau der Chinesischen Mauer.
Eine eindeutige Interpretation ist unmöglich. Wir wissen nicht, wen der Kaiser verkörpert, wer der Bote ist und was die Botschaft enthält. Der Leser kann sich leicht mit dem ‘du’ identifizieren. Als Leser haben wir den Eindruck direkt angesprochen zu werden. Vor allen wegen der personal Pronomen ‘dir’, ‘du’. Zunächst sieht es so aus, als ob der Bote, ein kräftiger Mann, die Botschaft ohne große Schwierigkeiten übermitteln könnte. Die Konjunktion ‘aber’ stellt diese Möglichkeit bald in dei Frage. Die Distanz zwischen dem Kaiser und dem Du ist enorm unermesslich und die Hindernisse sind unüberwindlich. Diese Distanz hatte eine räumliche aber auch eine zeitliche Valenz, im Text geht es nämlich um ‘Höfe, Paläste, Treppen’. Es geht aber auch um ‘Jahrtausende’. Die Reise des Boten ist eine Reise in der Zeit und im Raum.
Kafka arbeitet mit konkinktiv Formen, die das Gefühl der Unwahrscheinlichkeit und der Unsicherheit betonen. Die gleiche Funktion haben negative Formen, wie z.B. Adverbien ‘niemals’, ‘nichts’, ‘niemand’ und die Wiederholungen, besonders ‘gelänge ihm dies, nichts wäre gewonnen’.
Ein Kaiser liegt im Sterben (è sul punto di morte) und sein Letzter Wille ist die Übermittlung einer Botschaft an den geringsten Untertan (il più piccolo suddito) seines Reiches. Der Weg ist so unüberschaubar, dass es unmöglich zu sein scheint, den Wunsch des Kaisers zu erfüllen. Jeder Leser kann seine Interpretation formulieren und vielleicht liegt der Welt dieses Textes nicht in der Interpretation, sondern in der Spannung (tensione), die aus der Erzählung hervorgeht. Die Frage ist, ob das Du weiter auf die Botschaft warten soll oder kann, und auch diese Frage bleibt ohne Antwort. Viele sind der Meinung, dass der Kaiser für Gott stehen könnte. Es geht dann um einen Gott, der versucht die Menschen zu erreichen, der den Menschen etwas zu sagen hat.
In diesem Kontext ist ‘die kaiserliche Botschaft’ ein Spiegelbild von ‘Vor dem Gesetz’, wo der Mann vom Lande Gott zu erreichen versucht. Andere Kritiker weisen auf eine Ähnlichkeit dieses Kaisers tatsächlich wenige Monate vor der Entstehung von Kafkas Text gestorben. Man kann das Reich von dem Kaiser erzählt mit dem habsburgischen Reich vergleichen (confront.), also mit der Donaumonarchie, die kurz vor ihrem Zusammenbruch stand. Der Kaiser könnte auch auf einen chinesischen Kaiser hinweisen, besonders auf Grund der Größe, Weite seines Reiches. Schließlich könnte der Kaiser für eine bürokratische Instanz stehen. Dabei geht es um ein wiederkehrendes Motiv bei Kafka, er beschreibt oft ein bürokratisches System, in dem das Individuum die Orientierung verliert. Keine Interpretation schließt eine andere aus. Es geht um viele Möglichkeiten um Interpretationspluralismus.

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