Hermann Hesse

Er wurde am 2. Juli 1877 in Calw, im Nordschwarzwald, geboren.
Er stammte aus einer christlichen Missionarsfamilie. Hesse war ein sehr fantasievolles Kind, voller unterschiedlichster Gefühle und mit einem ausdrucksstarken Temperament. 1881 zog die Familie für fünf Jahre nach Basel, wo Hesse Schüler in der Internatsschule der Mission war. Die Familie zog dann aber im Juli 1886 wieder nach Cawl zurück, wo Hesse zunächst in die zweite Klasse der Cawler Lateinschule eintrat. Nach dem erfolgreichen Besuch der Lateinschule in Göppingen kam Hesse 1891 in das evangelisch-theologische Seminar in Maulbronn. Hier zeigte sich sein rebellischer Charakter im März 1892:Hesse flüchtete aus dem Seminar und wurde erst einen Tag später auf freiem Feld aufgegriffen. Hermann Hesse befand sich in einer depressiven Phase seiner Bipolaren Störung und äuβerte in einem Brief vom 20. März 1892 Suizidgedanken („Ich möchte hingehen wie das Abendrot“).
Ab Ende 1892 besuchte er das Gymnasium in Cannstatt. 1893 bestand er zwar dort das Einjährigen-Examen, brach aber dennoch die Schule ab. 1901 konnte der Autor sich einen groβen Traum erfüllen und erstmals nach Italien reisen und dort Florenz, Ravenna und Venedig besuchen. Mit dem ersten Weltkrieg fiel er in eine tiefe,persönliche und künstlerische Krise. Er starb 1962 in Montagnola, in der Schweiz.
"Narziss und Goldmund" ist eine Erzählung und erschien 1930. Die Geschichte, die im Mittelalter spielt, handelt von der Freundschaft der zwei Hauptfiguren, Narziss, dem frommen Lehrgehilfen einer Klosterschule, und Goldmund, einem Schüler. Goldmund ist ohne Mutter und Geschwister aufgewachsen und wird von seinem Vater zum Studium ins Kloster gebracht. Im Kloster verbindet Goldmund schon bald eine tiefe Freundschaft mit Narziss, dessen durchblickenden Scharfsinn er besonders bewundert. Goldmund wird von der Erinnerung seiner Mutter gequält. Das Bild seiner Mutter, zwischen Leidenschaft und Sesshaftigkeit, treibt ihn dazu an, andere Lebensformen zu entdecken. Er beginnt eine unbewusste Bildungsreise zur unbekannten Welt des Lebens und der Kunst. Daraufhin geht Goldmund seit langer Zeit einmal wieder in die Kirche, um dort zu beichten. In dieser Kirche steht Goldmund vor einer Marienstatue, die ihn an seine Mutter erinnert und so vollkommen ist, dass er so von ihr fasziniert, den Meister dieser Figur aufsucht, um bei diesem das Kunsthandwerk zu erlernen. Er folgt seiner Berufung zur Kunst. Aber dieses Bild der Mutter treibt ihn an, die Bischofsstadt zu verlassen, um neue Lebenserfahrungen zu sammeln. Nach vielen Abenteuern wird Goldmund zum Tode verurteilt und möchte seine Sünden bekennen. Er entdeckt, dass Narziss der Abt ist. Narziss rettet Goldmund vor seiner Verurteilung. Daraufhin reist Goldmund wieder durch die Welt, bis er eines Tages krank und alt zurückkehrt und stirbt.
In Narziss Herz brennen seine letzen Worte wie Feuer: "Ohne Mutter kann man nicht sterben“.

Interpretation:
Bereits der Titel des Buches lässt annehmen, dass es sich bei den Hauptpersonen in Hesses Roman „Narziss und Goldmund“ um zwei gegensätzliche Charaktere handelt. Beide sind, jeder auf seine Art, besondere Menschen auf der Suche nach der Vollkommenheit.
Der Gegensatz zwischen Natur, Sinnlichkeit und Geist auf der Suche nach der Wahrheit. Narziss verkörpert den Geist, Goldmund verkörpert die Natur( die Sinne ) und sie fühlen sich in ihrer Suche unbefriedigt, weil sie nur den Geist oder die Sinne benutzen. Am Ende finden sie Frieden, weil sie gemäβ ihrer Natur leben.

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