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Die Germanen

Die ursprüngliche Heimat der Germanen lag in Skandinavien und Norddeutschland. Die Germanen lebten zur Romerzeit in weiten Gebieten zwischen Rhein und Weichsel, auf der Inseln der Nordsee und in den südlichen Regionen Schwedens und Norwegens. Das Land bestand damals noch aus Urwald und Sumpf. Verglichen mit der römischen und griechischen Kultur, waren die Germanen sehr rückständig. Sie waren Bauern, sie trieben wenig Tauschhandel, Geld kannten sie nicht. Sie lebten von Ackerbau, Jagd und Viehzucht.
Normalerweiser lebte nur eine Familie auf einem Hof. Viele Familien bildeten eine Sippe, viele Sippen bildeten einen Stamm. An der Spitze der Familie stand der Hausvater, an der Spitze der Sippe der Sippen älteste, an der Spitze des Stammes ein Fürst oder Herzog.
Die Frauen waren den Männern unterworfen und waren unter dem Schutz des Mannes. Trotzdem stand die Frau in hohem Ansehen. Viele von ihnen galten als Seherinnen, d.h. sie konnten in die Zukunft schauen.

Die Bezeichnung Germanen treffen wir erstmals beim griechischen Historiker Poseidonios und später schreibt Tacitus in seinem „De Germania“. Wie Tacitus berichtet, waren die Germanen große, kräftige Menschen mit heller Haut, blondem Haar und blauen Augen. Auch Caesar berichtet in seinem „Commentari de Bello Gallico“ über die Eigentümlichkeiten der Germanen.
Die Religion der Germanen war eng mit der Natur verbunden. Die wichtigsten Gottheiten waren die Asen und die Wanen. Zuerst gab es Tiwaz in den Asen, der der Gott des Himmels war. In ersten Jahrhundert v.C. wurde Tiwaz durch Wodan ersetzt. Wodan war der Gott der Wut, des Krieges, der Gewalt, des Starkes aber auch des Wissens, nämlich er nur ein Auge hat. Seine Tochter waren die Walküren, die die tapfersten Krieger in die Walhalla leiten sollten. Die Wanen waren die Götter einer friedlichen und matriarchalischen Kultur. Es ist interessant, dass die Germanen auch der Göttin der Liebe hatten. Die germanischen Mythen leben noch in einigen Brauchen fort: das Osterei war für die Germanen das Symbol der Fruchtbarkeit. Die Germanen bauten ihren Gottern keine Tempel, sondern verehrten sie in heiligen Hainen.
Das Deutsche
Die Indogermanisch trennt sich in vielen Sprachen: z.B. Latein, Germanisch…usw., dann hat das Deutsche durch die zweite Lautverschiebung aus den anderen Sprachen entwickelt und wird seit der Zeit Karls des Großen gesprochen. In diese Zeit beginnt auch die Literatur. (apple, Apfel).
Die Runen
Die Runen waren die Schriftzeichnen der Germanen. In den dreißiger Jahren fanden deutsche Wissenschaftler in Camonica-Tal eine Anzahl von Felsinschriften. Die Runen waren Lautzeichnen wie unsere Buchstauben, aber sie hatten auch einen Wortsinn. Wenn die Runen mit abgewandtem Gesicht auf dem Boden geworfen und aufgelesen wurden, konnte man anhand ihrer Lage den Willen der Götter erforschen.

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