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Schon lange hatten wir den Wunsch Venedig zu besuchen. Bei unserem letzten Tagesabstecher 1976 sahen wir nur San Marco, den Campanile und die Rialtobrücke.
Da die Hotels in Venedig nur für Leute mit besonders dicken Geldbeuteln erschwinglich sind, beschlossen wir, uns eine Unterkunft in der näheren Umgebung zu suchen. Unsere Wahl fiel auf Treviso, das wir nur dem Namen nach kannten. In der Touristeninformation erhielten wir die Liste “dormire in Treviso” . Treviso war im 2.Weltkrieg die meistbombardierte Stadt Italiens. Die zerstörten historischen Gebäude in der Altstadt wurden alle originalgetreu restauriert. An einigen Bürgerhäusern befinden sich sehenswerte Fassadenmalereien des 15./16. Jahrhunderts. An vielen Bauwerken und der Stadtmauer sind Reliefs, die den „geflügelten Löwen“, das Symbol der Macht Venedigs, darstellen.Eine gut erhaltene alte Stadtmauer aus der römischen Zeit mit runden Türmen und halbversteckten Schießscharten umgibt diesen schönen Ort. Die Mauer ist teilweise mit Kastanienbäumen bepflanzt und begehbar. Mehrere Tore ermöglichen den Zugang zur Stadt.; im Norden die „Porta di San Tomaso“, im Osten die „Porta Santi Quaranta“, im Süden die „Porta Altinia“.Sie erhielt den Namen im Gedenken an San Tomaso Becket, jedoch auf dem Dach steht die Statue des Apostels Sankt Paul. Für Jahrzehnte wurde sie auch „Porta Mazzini“ genannt.

Die Benennung der „ Vierzig Heiligen“ geht auf die Tatsache zurück, dass vierzig Soldaten während der Verfolgung durch Licinius in Armenien verbrannt wurden, weil sie sich weigerten, Götzen anzuerkennen. Während des Risorgimento* wurde der Name für ein paar Jahrzehnte von "Porta Santi Quaranta" in „Porta Cavour“ verändert . Danach erhielt sie ihren alten Namen.
*Risorgimento (ital. „Wiedererstehung“) umfasst die Epoche der italienischen Geschichte zwischen 1815 und 1870 .Diese Porta ist nicht so majestätisch wie die anderen, wirkt anmutig und elegant. Ein Flachrelief stellt einen geflügelten Löwen, das Symbol der Venezianischen Macht , dar.Eine innere Treppe verbindet die Porta mit dem dahinterliegenden Schloss San Marco, indem Kavallerie und Infanterie stationiert waren. Eine Zugbrücke garantierte die Verteidigung. Es heißt, dass alle Waren, die nicht auf dem Sile nach Venedig verfrachtet werden konnten, durch dieses Tor auf dem Landweg transportiert wurden.

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